Das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt
Kant tat instinktiv den Ausspruch: Zwei Dinge erfüllten ihn mit tiefer Verehrung, das moralische Gesetz in ihm und der gestirnte Himmel über ihm. — Er tat instinktiv diesen Ausspruch, denn er wusste ja nicht, dass diese zwei Dinge eins sind, weil der Mensch hier in seiner Seelentiefe verborgen in sich trägt, was er zwischen Tod und neuer Geburt in der Sternensphäre erlebt hat in den Sphären von Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn, in den Sternensphären. Ich habe die Sternensphären jetzt angeführt nicht so, wie sie stimmen mit der Astronomie. Das, was ich da angeführt habe, in das lebt sich der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt herein. Und wenn der Seher die Menschenseelen sieht, dann sieht er, dass sie eine Zeit lang nach dem Tode noch in der Mondensphäre sind. Diese Sphäre erstreckt sich in der Ausdehnung, die wir erhalten, wenn wir einen Kreis ziehen, der einschließt Erde und Mond.
Cite:
GA 246/1913-02-27/p023 · edition original