{"corpus":"steiner","locus":"GA 246/1915-03-28/p005","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"In dieser kommenden Osterwoche jährt sich die Zeit, seit welcher unser lieber Freund Christian Morgenstern von uns hier von dem physischen Plan gegangen ist in die geistigen Welten, in jene Welten, um deren Erkenntnis wir uns durch unsere Geisteswissenschaft bemühen. Bei anderen Gelegenheiten habe ich versucht darzustellen, was uns Christian Morgenstern war in der Zeit, in der wir ihn inmitten unserer geisteswissenschaftlichen Strömung mit seiner bedeutsamen dichterischen Begabung hatten, in der er, aus der reichen Fülle seines Geistes und seiner Seele heraus wirkend, unsere geistige Bewegung befruchtet hat. Und auch gesprochen habe ich schon von dem, was dem seherischen Vermögen Christian Morgenstern geworden ist seit der Zeit, seit seine Seele angetreten hat ein anderes Dasein: Wie er gerade zu denjenigen Individualitäten gehört, zu denen wir hinblicken als zu unseren im Geisterlande weilenden Helfern, bei denen wir ganz besonders ins Bewusstsein uns bringen können, was wir toten Freunden zu danken haben. Über alles das hätte ich auch am heutigen Tage vieles zu sagen, doch dafür wird sich in der nächsten Zeit noch ein anderer Zusammenhang finden. Worauf ich aber heute insbesondere hindeuten will, wenn auch nur mit ein paar Worten, das wird eingegeben von dem Sinn und der Bedeutung des kommenden Festes. Ist es doch das Fest, welches uns versinnbildlicht im höchstdenkbaren Sinne den Sieg des ewigen Geisteslebens über die sinnlichen Gleichnisse, über die materiellen Hüllen, die der Geist annimmt, um sich vorübergehend in diesen Gleichnissen, in diesen Hüllen darzustellen und in ihnen seine besondere Aufgabe zu vollenden. Ist doch das, was da kommt, das Fest, das uns immer erinnern soll daran, dass das Leben siegt, unaufhörlich und ewig siegt über den Tod.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Supplements to Member Lectures","date":"1915-03-28","location":null,"word_count":272,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1915-03-28/p005","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1915-03-28/p005"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/246/1915-03-28/p005"}]}