Das Todesrätsel Als Lebensrätsel

GA 246/1916-03-03/p050 ·1916-03-03 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Die ganze Weisheit nun, die notwendig ist, um einen Menschen zwischen Tod und neuer Geburt aufzubauen, die muss verwertet werden. Und die verwertet dann der Mensch in dem, was er zwischen Geburt und Tod unbewusst aufnimmt aus diesem Erspüren des Älterwerdens, in dem Erspüren, in dem Erfühlen des Älterwerdens, dem leisen Gefühl des Älterwerdens. Das, was er sich da erworben, nehmen die Götter in Empfang, und das gerade wird aus dem, was man da erlebt als Lebensmüdigkeit, dort durch sie in ihrer Weisheit sozusagen ersprießen zu fruchtbaren Kräften für eine neue Organisation, für eine neue Inkarnation. Man wird nicht umsonst in einer Inkarnation müde. Man braucht die Ermüdung, damit aus ihr heraussprießen können die Kräfte, die man entwickeln muss, um eine neue Inkarnation sich zu bilden.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/246/1916-03-03/p050.json
Cite: GA 246/1916-03-03/p050 · edition original