Das Todesrätsel Als Lebensrätsel
Die ganze Weisheit nun, die notwendig ist, um einen Menschen zwischen Tod und neuer Geburt aufzubauen, die muss verwertet werden. Und die verwertet dann der Mensch in dem, was er zwischen Geburt und Tod unbewusst aufnimmt aus diesem Erspüren des Älterwerdens, in dem Erspüren, in dem Erfühlen des Älterwerdens, dem leisen Gefühl des Älterwerdens. Das, was er sich da erworben, nehmen die Götter in Empfang, und das gerade wird aus dem, was man da erlebt als Lebensmüdigkeit, dort durch sie in ihrer Weisheit sozusagen ersprießen zu fruchtbaren Kräften für eine neue Organisation, für eine neue Inkarnation. Man wird nicht umsonst in einer Inkarnation müde. Man braucht die Ermüdung, damit aus ihr heraussprießen können die Kräfte, die man entwickeln muss, um eine neue Inkarnation sich zu bilden.
Cite:
GA 246/1916-03-03/p050 · edition original