Über die Lichtbilder vom Bau
Ich möchte mir erlauben, meine lieben Freunde, einige Worte über unseren Dornacher Bau heute zu Ihnen zu sprechen. Noch vorausschicken mit meiner Einleitung möchte ich einiges, was vielleicht geeignet ist, Missverständnisse zu berichtigen, die sich gerade an diesen Dornacher Bau wiederum anknüpfen, was ja an so vielem, was innerhalb unserer Bewegung ist, sich geltend machen will. Es ist nicht so, dass der Bau, so wie er nun in Dornach auf diesem schweizerischen Hügel heute sich erheben soll, unmittelbar ursprünglich da war. Sie wissen ja vielleicht, die meisten von Ihnen, dass der Ursprung ja war, dass der Bau in München aufgerichtet werden sollte, und es ist ja in München auch bereits ein Grundstück erworben gewesen. Es war so gedacht, dass der Bau dort in München eingefasst sein sollte von einer Anzahl Häuser, die bewohnt sein sollten von Mitgliedern, die eben dort wohnen wollten, sodass eigentlich es nur notwendig war, dazumal, einen Bau mit Innenarchitektur aufzuführen. Das Äußere sollte womöglich anspruchslos sein, denn es war ja nach außen hin nicht wirksam, sollte eingerahmt sein von Häusern, und das, was für uns in Betracht kam, war ein entsprechender Ausdruck unserer Bestrebung in architektonischer Art durch eine Innenarchitektur.
Cite:
GA 246/1918-06-30/p003 · edition original