Über die Lichtbilder vom Bau

GA 246/1918-06-30/p005 ·1918-06-30 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Aus dieser Idee, zunächst im Grunde in München ein Zweiglokal zu schaffen, ist der ganze Gedanke des Baus entstanden. Dann hat sich ja gezeigt, dass wir zunächst zwar gedacht haben mit all den Ideen, die unserer Sache angemessen sind, aber nicht [gerechnet haben] mit dem Vorurteil der außenstehenden Künstlerschaft, und Sie wissen ja, dass für solche Bauten Baupläne allen möglichen Instanzen eingereicht werden müssen. Wir hatten es noch gar nicht zu tun mit Polizei- oder sonstigen Instanzen, wir hatten es zunächst zu tun mit den von der Münchner Künstlerschaft aufgestellten Instanzen, denen gefiel - wie Sie ja begreifen können - natürlich unser Baugedanke nicht besonders. Sie verstanden ihn natürlich nicht, und sie fanden allerlei Einwände zunächst. Wir hätten eigentlich müssen unendlich lange warten, wenn wir hätten dazu kommen sollen, drei Jahre. Nun, ich will einen Punkt machen. [...] Was eigentlich die Herrschaften wollten, war nicht herauszubekommen, man hätte immer neue Pläne aufstellen müssen, es war nicht zurechtzukommen.

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