{"corpus":"steiner","locus":"GA 246/1918-06-30/p017","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Aber es ist nichts symbolisch. Symbole sind, wie ausdrücklich betont, [Lücke] Alles ist wirklich. Darauf kommt es an, dass all das, was gefunden wird, in wirklich künstlerische Form umgesetzt wird. Und das ist das Merkwürdige bei diesen Säulen - und es wiederholt sich das da drinnen, es sind auf jeder Seite sechs Säulen, sodass man im Ganzen zwölf hat -, das Wichtigste ist dieses, dass bei diesen Säulen in ihrer ganzen Formentwicklung das Kunstwerk ist. Also ich bitte das wohl zu beachten, nicht die Form ist das Kunstwerk, sondern das Kunstwerk entsteht, indem Sie selbst darin sein werden. Sie werden genötigt sein, den eigentlichen Verlauf zu fassen entlang der Formen. Wenn Sie versuchen, das Ganze mit dem Blick aufzunehmen, dann werden Sie in die Notwendigkeit versetzt sein, den Blick gewisse Formen beschreiben zu lassen, dem Blick gewisse Bewegungen zu geben. Und indem Sie mit Ihren Augen die Evolution, die Entwicklung durchmachen, indem Sie die Formen mit den vorgehenden [Formen] künstlerisch durchwirken, wie man in der Melodie die Form hat und einen Ton mit Bezug auf den vorgehenden zusammen auffasst. Indem Sie das Ganze innerlich erleben, schaffen Sie für diesen [Aspekt des Baus], was als künstlerischer Bau vorliegt. [Sie müssen selbst] das künstlerische Licht sein. Wie ja auch das musikalische Kunstwerk nicht besteht in Trompeten und Trommelfellen und so weiter, sondern eigentlich erst sich aufbaut, so ist es auch hier zu beachten, dass eigentlich das Kunstwerk in Bezug auf die Architektur so entsteht, dass Sie es selbst bilden, indem Sie darinnen die künstlerische Form generieren. Und die Bildekräfte in diesem Bilde sind durchaus in den Weltengeheimnissen bedingt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Über die Lichtbilder vom Bau","site_heading":null,"date":"1918-06-30","location":null,"word_count":266,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1918-06-30/p017","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1918-06-30/p017"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/246/1918-06-30/p017","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften","evidence_translation":"From transcripts that are in part fragmentary","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of \"fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen\". The translation is the maintainer's, not a published one."}}