Über die Lichtbilder vom Bau

GA 246/1918-06-30/p024 ·1918-06-30 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Das ist nicht so bei Fenstern. Da wurde auch etwas Neues versucht, nämlich Glasradierung. Es sind nicht Glasfenster, wie bisher gemacht, sondern es sind einfach einfarbige Glasflächen verwendet worden, wo mit dem Stift aus dem einfarbigen Glas heraus die Schichten abgekratzt werden, sodass ins Glas hineinradiert wird die ganze Form des Bildes. Dadurch ist die betreffende Glasscheibe kein Kunstwerk - nur wenn die Sonne durchscheint. Es ist also der Gedanke durchgeführt, dass das Kunstwerk entsteht aus dem, was man radiert hat mit dem durchfallenden Sonnenlicht. Da entsteht erst das Kunstwerk. Die Glasscheiben sind gefärbt. Und es ist da dargestellt, wiederum dargestellt das ganze Geheimnis, das sich im Weltenall formt: Der träumende Mensch, der schlafende noch, der wachende Mensch. Das wird man erfühlen können. Sodass uns das Künstlerische [Lücke im Stenogramm]

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