Über Schicksalsbildung

GA 246/1923-04-12/p006 ·1923-04-12 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Das Sprechenlernen beruht auf dem Nachahmungstrieb. Das Denken bildet sich aus dem Sprechen heraus. Das Denken wird am spätesten entwickelt. Wie ist das überhaupt mit dem Denken? Das Kind steigt hinunter aus dem vorirdischen Dasein. Ziemlich knapp, bevor es sich inkarniert, bildet es zuerst seinen Ätherleib. Das Ich und der Astralleib kommen herunter, ziehen aus allen Weltgegenden den Ätherleib heran, und dann findet die Inkarnation statt. Durch den Ätherleib lernt das Kind denken, der physische Leib ist nur der Boden. Zunächst ist dieser Ätherleib nur ganz dumpf tätig. Das Denken beruht aber auf einer mehr äußerlichen Handhabung des Ätherleibes. Was liegt diesen Vorgängen zugrunde? Die Gedanken sind eigentlich im Weltäther enthalten, sie bilden sich nicht etwa im Kopfe aus. Wer das sagen würde, der wäre ebenso gescheit, wie der, der sagt: Ich trinke Wasser, also entsteht das Wasser auf meiner Zunge.

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