III. Imaginative, inspirierte und intuitive Erkenntnismethode
In der Intuition wird durch die schon das letzte Mal geschilderte Willensübung der Mensch mit seinem Bewußtsein ganz in die objektive Welt der kosmischen geistigen Wesenheiten hineinversetzt. Er erlangt einen Erlehniszustand, den nur die Urmenschheit auf Erden hatte. Diese war mit dem Innensein der kosmischen Umgebung so verbunden wie mit den Vorgängen des eigenen Körpers. Diese Vorgänge waren nicht völlig im Unbewußten wie bei dem neuzeitlichen Menschen. Sie spiegelten sich in der Seele. Der Mensch erlebte seelisch sein Wachstum, seinen Stoffwechsel wie in wachen Traumbildern. Und was er in solcher Art erlebte, das befähigte ihn, auch die Vorgänge seiner kosmischen Umgebung traumhaft-fühlend mit ihrem geistigen Innensein wahrzunehmen. Er hatte eine traumhafte Intuition, von der heute in besonders veranlagten Menschen nur ein Nachklang vorhanden ist. Die Umwelt war für das Bewußtsein des Urmenschen zugleich materiell und geistig. Was da halb traumhaft erlebt worden ist, war für den Urmenschen die religiöse Offenbarung. Für ihn war diese eine geradlinige Fortsetzung seines übrigen Menschenlebens. Diese von der Urmenschheit traumhaft gewußten Erlebnisse in der Geisterwelt bleiben dem neuzeitlichen Menschen völlig unbewußt. Der übersinnlich intuitiv Erkennende bringt sie sich zum vollen Bewußtsein. Er wird dadurch auf eine neue Art in den Zustand der Urmenschheit zurückversetzt, für die das Weltbewußtsein noch den religiösen Inhalt abgab.