{"corpus":"steiner","locus":"GA 25/l08/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und damit wird die Seele vor ihre eigene ewige Wesenheit gestellt. Im gewöhnlichen Bewußtsein ist es so, daß die Seele, wenn sie vorstellend aktiv werden will, dies nur kann, indem sie den physischen Organismus ergreift. Sie taucht in denselben unter, und er reflektiert ihr in den Vorstellungsbildern dasjenige, was sie mit ihrem ätherischen Organismus erlebt. Diesen selbst erlebt sie aber in seiner Tätigkeit nicht. Im imaginativen Bewußtsein wird dann dieser ätherische Organismus selbst erlebt. Aber es geschieht dies dadurch, daß die Seele mit ihrem Erleben zu dem astralen Organismus weiter zurückgegangen ist. Solange die Seele bloß imaginiert, lebt sie im astralischen Organismus unbewußt, und der physische und ätherische werden angeschaut; sobald die Seele in inspirierter Erkenntnis ist, wird auch der astralische Organismus an-geschaut. Denn die Seele lebt jetzt in ihrem ewigen We-senskerne. Diesen anzuschauen, vermag die Seele durch das Fortschreiten zur intuitiven Erkenntnis. Durch diese lebt sie in der geistigen Welt, wie sie im gewöhnlichen Dasein in ihrem physischen Organismus lebt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"VIII. Das gewöhnliche und das höhere Bewusstsein","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":161,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/25/l08/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["RPC1943"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/25/l08/p010"},{"lang":"en","edition":"RPC1943","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/25/l08/p010"}]}