{"corpus":"steiner","locus":"GA 251/1917-06-10/p020","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun lassen Sie uns einen solchen Baustein zur Selbsterkenntnis für einen Menschen der Gegenwart einmal herbeitragen, der entnommen ist aus einem etwas größeren Umkreis. Wir haben ja oftmals von den verschiedensten Gesichtspunkten aus gesprochen von der nachatlantischen Zeit, in deren fünfte Epoche wir hineingestellt sind. Wir wollen heute von einem anderen Gesichtspunkte aus das Besprochene ergänzen, weil gerade durch eine solche Ergänzung, durch eine solche Betrachtung gegeben werden können manche Grundlagen, auf die aufgebaut werden können diejenigen Gedanken, die ein Verständnis der Gegenwart, der unmittelbar um uns herumliegenden, vorhin gekennzeichneten Gegenwart wenigstens einigermaßen vermitteln. Wenn man allerdings die Menschheitsentwicklung betrachtet, so macht man heute fast durchwegs einen schweren Fehler. Der Mensch hat heute gewisse Vorstellungen, wie es in der Menschenseele vorgeht, wenn die Menschenseele denkt, fühlt und will und so weiter. So stillschweigend hat eigentlich der Mensch die Vorstellung: Das, was in dieser Menschenseele denkend, fühlend, wollend vorgeht, das ist immer vorgegangen in den Zeiten, an die man sich erinnert, die man feststellen kann über das Geschichtliche hinaus durch Geisteswissenschaft. So ist es aber nicht. Schon in einer Seele des Mittelalters schaut es ganz anders aus als in einer Seele des griechischen Zeitalters. Unsere Zeit ist besonders dazu geeignet, auf solche Dinge hinzuweisen, weil eine wachende Seele heute ganz anders ausschaut als im Jahre 1913. Aber eine Seele des Mittelalters, sie ist nicht so geschaffen gewesen wie eine jetzige oder gar eine Römer- oder Griechenseele oder gar noch weiter zurückgehend. Nun, gehen wir heute nicht weiter zurück als in die Zeit des ersten Zeitraumes nach der atlantischen Katastrophe.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"25. Das Jüngerwerden der Menschheit Massregeln","site_heading":null,"date":"1917-06-10","location":null,"word_count":258,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1917-06-10/p020","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1917-06-10/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/251/1917-06-10/p020","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}