{"corpus":"steiner","locus":"GA 251/1917-06-10/p021","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Sie wissen, der erste Zeitraum, der ja da beginnt, nachdem die Katastrophe vorüber war, das ist die Zeit des urindischen Zeitraumes; jene Zeit, von der keine historischen Dokumente berichten. Alles, was berichtet wird, gehört einer viel späteren Zeit an. Aber wir haben ja öfter diese urindische Zeit charakterisiert. Richtet man den geisteswissenschaftlich forschenden Blick nach dieser Zeit, dann finder man, dass das ganze Leben, auch insbesondere das Leben, insoferne der Mensch mit seiner Seele in dem sozialen Umkreis drinnen lebt, ganz anders war während dieser urindischen Zeit, als dasjenige ist, von dem man sich heute eigentlich nur so irgendeine Vorstellung machen kann. Heute denken wir ja, wenn wir über die menschliche Entwicklung denken, so, wie wir halt denken müssen, wenn wir einen Menschen unserer Umgebung betrachten. Wir sehen, dass er sich in der Kindheit in einer besonderen Weise entwickelt, dass die Entwicklung in einem bestimmten Lebensalter aufhört, dass dann ein gewisser stationärer Zustand eintritt. Wir wissen alle, in der Kindheit ist der Mensch sehr abhängig mit Bezug auf sein Seelisch-Geistiges von seinem Physisch- Leiblichen. Die verschiedenen Entwicklungsstadien des Leiblich-Physischen drücken sich auch aus in dem Seelisch-Geistigen. Und umgekehrt: Das Seelisch-Geistig steht in Zusammenhang mit dem Körperlichen, mit Struktur-Änderungen des Nervensystems, mit Änderungen des Muskelsystems, des Stoffwechselsystems und so weiter. Dann aber kommt ein bestimmtes Lebensalter, wo wir uns sagen, in der heutigen Zeit: Nun sind wir erwachsene Menschen; sogar so erwachsene Menschen, dass uns niemand das Recht bestreiten kann, in den Parlamenten mitzureden, so mitzureden wie die Alten. Auf anderen Gebieten zeigt sich das auch, dass der Mensch in unserer Zeit so richtig das Bewusstsein hat: Er ist ein Erwachsener geworden. Es ist nicht bei allen so, die Anwesenden sind ja immer ausgenommen; aber bei vielen Menschen kann man es heute erleben, wenn man ihnen zumutet, in einem gewissen Lebensalter dieses oder jenes zu lesen, dass sie sagen: Ach, das gehört doch dem Schulalter; das hat man in der Schule gelesen; das hat man doch jetzt in sich.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"25. Das Jüngerwerden der Menschheit Massregeln","site_heading":null,"date":"1917-06-10","location":null,"word_count":328,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1917-06-10/p021","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1917-06-10/p021"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/251/1917-06-10/p021","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}