25. Das Jüngerwerden der Menschheit Massregeln

GA 251/1917-06-10/p023 ·1917-06-10 · original (original)
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Das war anders in jenem Zeitraum, den wir als den Urindischen bezeichnen müssen. Da blieben die Menschen mit Bezug auf ihr Seclisch-Geistiges abhängig von dem Physisch-Leiblichen bis in die Fünfzigerjahre hinein. Denken Sie, was solch ein Mensch dann alles durchmachte. Er machte durch das ganze aufsteigende Leben der Kindheit und der Jugend, wo man wächst, gedeiht und blüht und das Geistig-Seelische in diesem Sinne erlebt. Dann machte er durch die Lebensmitte in den Dreißigerjahren bis zum 35. Jahr. Dann beginnt man ja sich rückgängig zu entwickeln. Man beginnt sich zu mineralisieren, zu sklerotisieren. Aber das macht man heute seelisch-geistig nicht mehr mit. Alles das, was heute das Kind nur noch fühlt als instinktive Abhängigkeit des Seelisch-Geistigen von dem Physisch-Leiblichen, also nur fühlt als Mensch im aufsteigenden, blühenden, gedeihenden, wachsenden Lebensalter, das fühlte der Mensch der urindischen Zeit im Aufsteigen, dann aber auch an dem Kulminationspunkte; und dann fühlte er wiederum, wie der Körper in sich versinkt, wie das Physisch-Leibliche zurückgeht. Er fühlte, indem das Physisch-Leibliche zurückgeht, was wir heute nicht spüren, er fühlte: Das Leibliche gibt nicht mehr die Grundlage ab für das Seelisch-Geistige, es sinkt in sich zusammen. Aber indem das Physisch-Leibliche zusammensank, nahm er, und zwar namentlich im träumerischen oder Schlafzustand, das geistige Leben wahr. So wie das Aufsteigende, Blühende einen gewissermaßen mit der Materie verbindet, so macht das Rückgangsleben wiederum von der Materie frei. Die Seele fühlt sich immer verwandter und verwandter mit dem geistigen Leben. Und das erreichte seinen Höhepunkt zwischen dem 48. und dem 56. Lebensjahr. In der ersten Zeit nach der atlantischen Katastrophe war der Mensch also entwicklungsfähig bis zum 56. Lebensjahr. Dann bis zum 55., 54.,53. und so weiter. Und als die erste Kulturepoche, die urindische, abgelaufen war, war der Mensch noch entwicklungsfähig bis zum 48. Lebensjahr. Daher war das ganze soziale Leben anders. Es war so, dass der Mensch damals hinaufblickte zu denjenigen, die die Fünfzigerjahre erreicht hatten; von denen wusste er: Sie stehen in besonderer Verbindung mit der geistigen Welt.

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Cite: GA 251/1917-06-10/p023 · edition original