{"corpus":"steiner","locus":"GA 251/1917-06-10/p039","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Meine lieben Freunde, das, was ich jetzt sage, ich sage es nicht etwa aus chauvinistischen Gefühlen heraus. Es ist mir schwer genug geworden, solche Erkenntnisse zu gewinnen. Ich sage es, weil ich glaube, die Erkenntnis zu besitzen. Wenn ich nach einem charakteristischen Menschen suche - um nicht anstößig zu werden durch nahe Persönlichkeiten, nehmen wir eine etwas fernerstehende -, es ist eine Persönlichkeit, bei der man deutlich bemerken kann an alledem, was sie in die Welt setzt, dass sie, und wenn sie noch so alt ist, in Wirklichkeit doch nicht älter ist als 27 Jahre, und deshalb Ideen äußert, die über die ganze Erde heute gehen, die aber wirklichkeitsfremde Ideen sind. Und diese Persönlichkeit, die dadurch so recht ein Typus unserer Zeit ist, dass sie nicht älter werden kann als 27 Jahre, weil sie es ablehnt, zu dem, was die Natur selber hergibt, aus dem Innern noch Kräfte zu entwickeln, das ist der Präsident der Vereinigen Staaten von Nord-Amerika, Woodrow Wilson. Ich brauche nur darauf hinzuweisen, dass ich bereits vor dem Kriege in dem Helsingforser Zyklus Woodrow Wilson charakterisiert habe, sodass man nicht den Eindruck zu haben braucht, ich tue das jetzt unter dem Eindruck der gegenwärtigen Verhältnisse. Aber nur dadurch erscheinen demjenigen, der die Wirklichkeit kennt, die Ideenausbrüche des Woodrow Wilson so unwirklich, so bloß als Worte, weil das so ist, wie ich es besprochen habe. Daher konnte es kommen, dass dieser Mann, der einen der mächtigsten Plätze der Gegenwart innehat, ein Friedensmanifest erscheinen ließ und damit nicht etwa den Frieden erreicht, sondern nur den Krieg in seinem eigenen Land; weil eben seine Ideen nicht nur wirklichkeitsfremd ‚ sondern in vieler Beziehung sogar entgegengesetzt der Wirklichkeit sind.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"25. Das Jüngerwerden der Menschheit Massregeln","site_heading":null,"date":"1917-06-10","location":null,"word_count":278,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1917-06-10/p039","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1917-06-10/p039"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/251/1917-06-10/p039","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}