{"corpus":"steiner","locus":"GA 251/1917-06-12/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man konnte ja selbstverständlich auf das ganz Furchtbare, das in Aussicht stand, nicht mit trockenen Worten deuten. Aber wer dieses nimmt, was ich seinerzeit gesagt habe in dem Wiener Zyklus im Jahre 1914, wer das in Betracht zieht, der wird sehen, dass auf Menschheits-Entwicklungszustände hingewiesen ist, die vieles von dem begreiflich machen, was nun erlebt werden musste in den letzten drei Jahren. Nur, meine lieben Freunde, man könnte sagen: Die Menschen sind in vieler Beziehung ja noch gar nicht recht zur Besinnung gekommen. Erleben und Erleben kann in der Gegenwart etwas sehr Verschiedenes sein. In dieser Beziehung geschieht es, dass die Menschen zwar glauben, die Gegenwart zu erleben, indessen verschlafen sie sie. Und man kann heute Menschen in gar nicht geringer Zahl antreffen, welche in den wichtigsten Dingen heute immer so urteilen wie im Januar des Jahres 1914, trotzdem so arge Prüfungen durch ihre Herzen gezogen sein müssten. Aber gerade demjenigen, der die Welt von einem gewissen geisteswissenschaftlichen Standpunkte ansieht, dem muss dasjenige, was sich jetzt innerhalb der Menschheit abspielt, nicht nur eines, sondern viele, viele Rätsel aufgeben. Diese Rätsel lösen zu wollen mit demjenigen, was heute oberflächliche Vorstellungen sind, die so durch das allgemeine Bewusstsein oder die allgemeine Bildung gehen, das sollte einem eigentlich vergehen. Man sollte die Sehnsucht, den Trieb bekommen, die tieferen Kräfte aufzusuchen, die da in der Menschheitsentwicklung walten, und die es verständlich machen, warum die Menschheit in eine solche Krisis eingetreten ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"26. Das Jüngerwerden der Menschheit Massregeln","site_heading":null,"date":"1917-06-12","location":null,"word_count":237,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1917-06-12/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1917-06-12/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/251/1917-06-12/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}