27. Das Jüngerwerden der Menschheit Massregeln

GA 251/1917-06-17/p031 ·1917-06-17 · original (original)
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Nur: Er konnte die Seele nur als im Zusammenhang mit dem Leibe erleben - nicht mehr wie in alten Zeiten, wenn es vom 35. Lebensjahr an abwärts ging, dass die Seele selbsttätig in der geistigen Welt drinnen erlebt wurde. Daher trat etwas Eigentümliches ein bei denjenigen, die nicht in die Mysterien eingeweiht waren. Bei diesen war es natürlich anders; die in die Mysterien eingeweiht waren, sie lernten dort kennen, wie die Seele in der geistigen Welt lebt, wenn sie durch die Pforte des Todes gegangen ist. Aber diejenigen, die nicht in die Mysterien eingeweiht waren, sie konnten in Griechenland sehr weise werden, wie Aristoteles sehr weise war. Aber aus dem, was für den Menschen ohne Mysterienweisheit durch bloßes Menschenwissen zu erreichen war, konnten sie nicht etwas anderes erreichen als ein Wissen davon, wie die Seele den Körper durchseelt. Aber sie konnten nicht erfahren, dass die Seele ohne den Körper lebt nach dem Tode. Daher ist die Unsterblichkeit für Aristoteles so, dass er etwa sagt: Wenn ich dem Menschen einen Arm abschneide, so ist er kein vollständiger Mensch mehr; wenn ich ihm zwei abschneide, noch weniger; wenn ich ihm gar den ganzen Körper nehme, dann ist er erst recht kein vollständiger Mensch mehr. Aristoteles hält also fest von seiner Weisheit aus an der Unsterblichkeit, aber derjenige Mensch, der durch die Pforte des Todes gegangen ist, ist ein unvollständiger Mensch. Für den Griechen ist der vollständige Mensch derjenige, der aus Leib und Seele besteht. Das selbstständige Leben der Seele im Geisterlande, das konnte nur durch die Mysterien erreicht werden.

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Cite: GA 251/1917-06-17/p031 · edition original