39. Zur Charakteristik der Gegenwart

GA 251/1922-05-21/p018 ·1922-05-21 · original (original)
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Nun, es war eben nicht so. Es war so, dass man im Verlaufe dieser Ausbreitung eben sozusagen anstieß an das, was einem wissenschaftlich entgegengebracht wurde und was sich sozusagen «unter der Hand» ausbildete. So haben wir heute eben diese zwei Strömungen nebeneinander, haben sie so nebeneinander, dass man - wenn das auch ein wenig radikal ausgesprochen ist - sagen könnte: Wenn jemand, der einfach über die Anthroposophie sich informieren wollte, nun bei dem [letzten] Kurs hier in Berlin anwesend war, sich dort informiert hat und manches vielleicht innerlich recht kritisch beobachtete, was da vorgebracht wurde, so konnte der den Einwand haben: Da wird vielleicht nicht in seinem Sinne richtig, aber doch «wissenschaftlich» gesprochen. Wenn aber der, der nur so von außen sich das anhörte, was da im wissenschaftlichen Sinne gesprochen wird, dann irgendwie hereingeschneit kommen könnte zu einer Zweigversammlung, wo vorgebracht wird, was in den Zyklen steht, dann würde er eine andere Welt finden, eine Welt, die eben noch etwas ganz anderes ist als das, was da in den für die Öffentlichkeit berechneten Kursen und Kongressen zu finden ist. Er könnte sagen: Dort draußen hat es mir geschienen, als ob vielleicht Irrwege gegangen werden, aber da drinnen sind sie ja schon ganz verrückt geworden!

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