{"corpus":"steiner","locus":"GA 251/1922-05-21/p023","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das ist es, meine lieben Freunde, was ich heute vor ihre Seele hinstellen wollte, um Ihnen auszudrücken, dass nicht etwa — auch nicht im Geringsten - ein Wille vorliegt zum Verlassen der alten esoterischen Wege in der alten anthroposophischen Bewegung. Davon kann gar nicht die Rede sein, sondern nur davon kann die Rede sein, dass eben Zeitforderungen an uns herangetreten sind; und so viel als nur möglich ist, müssen selbstverständlich gerade die esoterischen Grundlagen dieser unserer anthroposophischen Bewegung weiter gepflegt werden; denn es muss selbstverständlich eine Anzahl von Persönlichkeiten heute geben, welche ebenso stark verbunden sind mit dem spirituellen Leben, dass sie das, was sonst nur durch eine Gedankenhäkelarbeit — nicht Haeckel, der Naturforscher, ist damit gemeint - erreicht werden kann, mit einem einfachen Fadenschlagen erreichen. Gewiss, es ist unter Umständen recht unbequem, diese Arbeit des Gedankenhäkelns zu verrichten, aber sie muss eben getan werden, weil unsere Zeit ihrer allgemeinen Auffassung nach bei dieser Gedankenhäkelarbeit angelangt ist. Aber wissen müssen eben doch einige aus unmittelbarem Fadenschlagen ihres Herzens und ihres innersten spirituellen Verständnisses heraus, dass heute die Zeit gekommen ist, wo eine Welle geistigen Lebens hereinbricht aus der geistigen Welt in dieses Erdenleben, und wo von den Menschen diese Welle geistigen Lebens aufgefasst werden muss.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"39. Zur Charakteristik der Gegenwart","site_heading":null,"date":"1922-05-21","location":null,"word_count":205,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1922-05-21/p023","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1922-05-21/p023"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/251/1922-05-21/p023","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 261/1922-05-21","ga":"261","lecture":"1922-05-21","kind":"excerpt","relation":"an excerpt or summary of the same lecture, or the lecture this unit excerpts"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}