39. Zur Charakteristik der Gegenwart

GA 251/1922-05-21/p028 ·1922-05-21 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wenn wir uns nun als physische Menschen betrachten, so leben wir hier auf der Erde innerhalb derjenigen Daseinssformen, welche die älteren Menschen «Elemente» genannt haben: Erde, Wasser, Luft, Feuer. Wir sprechen heute von dem festen Stofflichen, dem flüssig Stofflichen, dem gasförmig Stofflichen und dem wärmehaft Ätherischen. Aus dieser vierfachen Stofflichkeit ist unser Organismus gewoben, ist alles das gewoben, zu dem unser Organismus zwischen Geburt und Tod sich bewegt. Auf diese Stofflichkeit sieht der heutige Mensch hin, formt sich durch seine gesetzmäßige Auffassung dieser Stofflichkeit seine Weltanschauung, die im Wesentlichen eine äußerlich wissenschaftliche ist, wenn auch alte religiöse Traditionen in die heutigen Begriffe hineinspielen. Aber dieser Stofflichkeit liegen zugrunde geistige Wesenhaftigkeiten. Dem irdisch Festen liegen zugrunde geistige Wesenheiten aus der Sphäre der Elementargeister, älteres ahnendes Hellsehen hat sie «Gnomen» und dergleichen genannt. Der heutige Intellektualismus sieht das als Phantasterei an. Wie wir sie benennen, ist gleichgültig, aber es liegt allem festen Irdischen zugrunde eine Welt von geistigen Elementarwesen, die - ich möchte sagen - in ihrer für die menschliche Sinnlichkeit unsichtbaren Leiblichkeit einen größeren Einschlag von Intellekt, von reiner Verstandesmäßigkeit haben, als wir Menschen selber haben, und die gegenüber uns Menschen unmäßig klug sind, klug bis zur Listigkeit, klug bis zum Spintisieren, die klug sind bis zum schlauen Vorauswissen desjenigen, was dem Menschen immer hindernd in den Weg tritt bei der Arbeit, die er aus seiner geringeren Intellektualität heraus bildet. Es liegt allem irdisch Festen zugrunde eine Welt von Elementarwesen, die wirklich außerordentlich gescheit sind, und deren Gescheitheit der Grundcharakter ihres Wesens ist.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/251/1922-05-21/p028.json
Cite: GA 251/1922-05-21/p028 · edition original