39. Zur Charakteristik der Gegenwart

GA 251/1922-05-21/p031 ·1922-05-21 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Es leben in den Elementen die Elementargeister, wir sind von ihnen umgeben, sie sind ebenso im irdischen Dasein vorhanden wie wir selbst. Diese elementarischen Geister wollen etwas. Diese elementarischen Geister sind es, welche nicht so unfühlend, so halsstarrig sich verschließen vor der hereinbrechenden Geisteswelle in unserem Zeitalter, wie das die Menschen vielfach ja zumeist tun. Die Menschen wollen nur Verharren in der Beobachtung des Sinnlichen und in dem Ausdenken des Verstandesmäßigen dieser geistigen Welt, die da den Naturelementen zugrunde liegt. Diese Elementargeister verschließen ihre Augen nicht vor den in das Irdische hereinbrechenden geistigen Wellen, die heute überall sind, vor der Spiritualität, die da hereinwill. Und wenn ich zum Beispiel gesagt habe, dass die Elementargeister des irdisch Festen vorzugsweise schlau, selbst überverständig sind, so ist es ja natürlich, dass sie für eine in die Gegenwart hereinkommende spirituelle Welle keine Sympathie haben. Aber wenn sie auch keine besondere Sympathie haben, Aufmerksamkeit haben sie! Sie beachten, dass diese Spiritualität heute hereinbricht und dass sie auf ihren Wogen trägt eine wirklich vertiefte Christus-Erkenntnis, eine wirklich vertiefte Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha. Das sehen selbst die schlauen Wesen des Erdenreiches. Sie aber beschließen: Wenn die Menschen dabei stehen bleiben, halsstarrig zu sein gegenüber der hereinbrechenden Geisterwelt, dann tun wir das Unsrige, was ja bisher aussichtslos gewesen wäre. Denn in der Zeit, in der vom fünfzehnten bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts die Menschen vorzugsweise den Intellekt ausgebildet haben, in dieser Zeit konnten sozusagen die gnomenhaften Intellektual-Geister des Festen, Irdischen nichts Besonderes anfangen! Sie konnten mit ihrer Schlauheit da oder dort in die irdische Welt hereinlugen; und die, welche Wahrnehmungen haben für dieses Hereinlugen, wissen das. Aber jetzt, da die Menschheit der hereinwollenden Spiritualität etwas entgegengehen soll, jetzt ist die Zeit gekommen, wo, indem der Intellekt in die Verderbnis hineingerät, wo er nur noch als Erbschaft weitergeführt wird und keine fruchtbaren Anregungen mehr hat - denn der Intellekt verfällt mit der Zeit, und wer es unbefangen betrachtet, sieht es ja überall; wer den wissenschaftlichen Betrieb von heute mit demjenigen von vor vierzig Jahren vergleicht in Bezug auf den Intellekt, der in der Wissenschaftlichkeit herrscht, wird auch von dem Verfall des Intellektes schon sprechen können -, jetzt ist die Zeit gekommen, wo die anderen Wesen, die ebenso da sind wie wir Menschen, indem sie aufmerksam werden auf die hereinbrechende Geisteswelle, sich sagen:

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/251/1922-05-21/p031.json
Cite: GA 251/1922-05-21/p031 · edition original