{"corpus":"steiner","locus":"GA 251/1922-05-21/p037","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dem ist einzig und allein dadurch zu entgehen, dass die Menschen ein neues Christus-Verständnis, ein neues Verständnis des Mysteriums von Golgatha, durch die hereinbrechende spirituelle Welle bekommen. Denn dadurch stürbe der Intellekt nicht ab; er würde sich als Intellekt nicht weiterentwickeln, aber er würde durch die Spiritualität belebt werden. Er würde aus der toten Abstraktion zu einem gewissen inneren Leben kommen. Auf der anderen Seite würde dasjenige, was in den menschlichen Emotionen, in den menschlichen Instinkten lebt, nicht in Anspruch genommen werden von einer abstrakten Einheit im ätherischen Gebiete; es könnte nicht luziferisch werden. Ein neues Christus-Verständnis, ein neues Verständnis des Mysteriums von Golgatha, brauchen wir. Und zu der richtigen Einsicht, wie wir das brauchen, kommen wir auch, wenn wir das richtig ins Auge fassen, was vorzugehen droht als eine andere Gruppierung im Weltenall, als eine andere Gruppierung der elementarischen und der ätherischen Wesenheiten. Ja, man kann wirklich schon wahrnehmen, wie auf der einen Seite der Verstand sich heruntersenken will zum Ahrimanischen, zu den niederen elementarischen Wesenheiten. Dann ist auf der anderen Seite deutlich wahrnehmbar, wie heute ein gewisser Hang besteht, von dem eigentlichen Christus-Wesen sich zu entfernen und in jene ätherische Einheit unterzutauchen, sodass durch dieses Untertauchen, eben durch die Verleugnung des Christus-Prinzips, etwas Luziferisches aufgenommen wird.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"39. Zur Charakteristik der Gegenwart","site_heading":null,"date":"1922-05-21","location":null,"word_count":208,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1922-05-21/p037","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/251/1922-05-21/p037"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/251/1922-05-21/p037","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 261/1922-05-21","ga":"261","lecture":"1922-05-21","kind":"excerpt","relation":"an excerpt or summary of the same lecture, or the lecture this unit excerpts"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}