39. Zur Charakteristik der Gegenwart
Das, meine lieben Freunde, durfte ich heute vor Ihre Seelen hinstellen und wollte damit wieder in diesen Ihren Seelen angeregt haben den Eifer dafür, die spirituelle Welt, so wie sie heute verkündet werden darf, zu studieren. Sie werden, je nach Ihrem Karma, wenn es die rechte Zeit ist, auch den lebendigen Anschluss an diese spirituelle Welt immer mehr und mehr finden, wenn Sie es nicht scheuen, im Vertrauen — aber mit einem nach Erkenntnis strebenden Vertrauen, nicht mit einem solchen, das nur auf Autorität begründet ist— dasjenige mit Ihrem gesunden Menschenverstand aufzunehmen, was auch an höchsten Wahrheiten aus der geistigen Welt herausgeholt werden kann. Das ist es, was ich hineinwünschen möchte in die Arbeit aller unserer Zweige. Diesen Wunsch in ausdrücklicher Art auszusprechen durch das, was ich heute darstellte, oblag mir ganz besonders heute gegenüber diesem Zweige, der ja als einer der ersten mit tätig war bei der Geburt unseres anthroposophischen Lebens und dem daher derjenige, der diesem anthroposophischen Leben mit seiner ganzen Seele ergeben ist, wahrhaftig immerdar wünschen muss ein heilsames Gedeihen, ein herzliches Mitarbeiten derjenigen, die in ihm vereinigt sind, ein freudiges Empfangen dessen, was aus der geistigen Welt kommen kann. Möge vorhanden sein dieses eifrige Mitarbeiten, dieses freudige Empfangen, und möge gerade darin die Kraft der Arbeit dieses Zweiges liegen!
Cite:
GA 251/1922-05-21/p043 · edition original