{"corpus":"steiner","locus":"GA 254/1915-11-07/p018","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Freilich aber bleiben diese und ähnliche Vorschläge nur pia vota, wenn wir nicht einen Weg aufzufinden wissen, die Jodine in reichlicherem Maße zu gewinnen, als dieses bisher möglich war. Bei der Homöopathie zwar besteht die Verlegenheit nicht sowohl darin wie sie recht viel Jodine, sondern, wie sie recht wenig bekommen soll, da, wenn wir allen Homöopathen zusammen einen Gran schenken, sie darum wie die Ameisen um den Chimborasso, in Verzweiflung, ihn je abtragen und klein machen zu können, herumlaufen werden, allein die Allopathen, die minder genügsam sind, wollen doch auch kurieren. Für diese wäre in der Tat sehr zu wünschen, daß nun auch ein Bergwerk von Jodine entdeckt würde, welches die nötige Quantität von Zentnern lieferte, die die jährliche Konsumation erfordern dürfte. Denn schon jetzt wollen alle Fucusarten des Weltmeeres nicht mehr zureichen, den nötigen Bedarf von Jodine zu verschaffen, da man doch von derselben noch weiter nichts hat, als die Tinktur. Wie soll es dann werden, wenn sie erst eine ganze Nachkommenschaft von Salben, Pflastern, Pillen und andern Kompositionen in der Polygamie mit andern Mitteln wird erzeugt haben, die einem so kräftigen Heilmittel gar nicht fehlen kann. Ich tue daher, da sich bis jetzt von einer solchen Fundgrube noch keine Spur gezeigt hat, folgenden Vorschlag zur Auffindung derselben. Man lasse künftig bloß mit Kröpfen und Skropheln behaftete Bergleute, und Weiber, die an Unordnung der Katamenien leiden, in den Gruben arbeiten. Findet man nun, daß hier ein Kropf einsinkt, dort eine angelaufene Drüse verschwindet, oder bei einer Frau die Katamenien wieder eintreten: so hat man eo ipso den Beweis, daß diese Grube Jodine enthalten müsse, und kann nun keck die Erde aus derselben als jodinehaltig in schicklichen Verbindungen gegen die genannten Krankheiten anwenden. Auf ähnliche Weise wurde ja auch die Wirksamkeit des Braunsteins gegen die Krätze entdeckt, nur daß ich hier den Schluß umdrehe, wobei ich indessen hoffe, nicht gegen die logischen Regeln verstoßen zu haben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dreizehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1915-11-07","location":null,"word_count":316,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/254/1915-11-07/p018","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/254/1915-11-07/p018"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/254/1915-11-07/p018","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}