Dreizehnter Vortrag
Sehen Sie, dieses Darinnenstehen in einer so festen moralischen Physiognomie, wie es später kommen wird, das wird dem Menschen infolgedessen wie ein Fatum sein, wie ein richtiges Fatum, wie ein Schicksal, ein seinem ganzen Wesen aufgedrücktes Schicksal. In sich wird er dann nicht die Möglichkeit finden können, irgend etwas zu tun gegen dieses Fatum, gegen dieses Schicksal. Nun denken Sie sich diese Tragik! Der Mensch wird dann tatsächlich sich sagen müssen: Im fünften nachatlantischen Zeitraume, da gab es einzelne Materialisten, die glaubten, wenn der Hinterhauptlappen nicht genau über das Kleinhirn geht, dann müßten die Menschen Verbrecher werden. Für diese Menschen war es damals Theorie, aber jetzt ist es wirklich so geworden, jetzt ist dasjenige fest geformt, wovon sie gesagt haben, daß es nicht formbar ist, nämlich der Ätherleib. Wir gehen wirklich der Tendenz entgegen, die Theorien der materialistischen Weltanschauung gewissermaßen zu verwirklichen. Jetzt sind sie noch nicht eine Wirklichkeit, aber wir gehen der Tendenz entgegen. Da sind wir an einem eigentümlichen Punkte der Weltanschauungsgeheimnisse. Diejenigen, welche sich ganz und gar dagegen wehren würden, Propheten zu sein, sind die wahren Propheten, sind die, welche heute erzählen: Man ist deshalb ein Verbrecher, weil der Hinterhauptlappen das Kleinhirn nicht bedeckt. Diese werden sich als Vorverkünder einer Wahrheit erweisen; das wird schon so sein! Die Materialisten von heute sind die ärgsten Propheten, sie wollen es nur nicht sein. Heute besteht noch die Möglichkeit, daß durch Erziehung eine solche eigenartige Bildung des physischen Leibes, wie ein zu kurzer Hinterhauptlappen, durch ein Gegengewicht paralysiert werden kann; in der sechsten nachatlantischen Zeitepoche wird das nicht mehr der Fall sein können, die Ätherleiber werden dann nicht mehr verwandelbar sein. Da braucht es stärkere Mittel, ganz andere, stärkere Mittel, um dem vorzubeugen.
Cite:
GA 254/1915-11-07/p039 · edition original