Dreizehnter Vortrag

GA 254/1915-11-07/p043 ·1915-11-07 · original (original)
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Einen großen Strich könnten wir ziehen in der Menschheitsentwikkelung. Vorher hat das Ätherische im Menschen gewirkt und noch das Physische geformt; aber auf der anderen Seite wird die Zeit kommen, wo das Physische und das Ätherische fest sein werden. Der Mensch muß sich daran gewöhnen, das Ätherische außerhalb zu sehen, in allerlei Formen und Gestalten, und es wird das Ätherische sein, nach dem wir uns so richten müssen, wie die sinnlichen Wahrnehmungen uns entgegentreten. Einer Zeit müssen wir entgegengehen, wo wir zunächst den Christus finden, und in seinem Gefolge immer mehr Ätherisches. Dieses Ätherische wird die Stärke haben, dann noch individuelle Menschen aus uns zu machen. Viele Geheimnisse sind es, die hinter dem Weltenwerden liegen, und erschütternd sind viele Geheimnisse. Es hat einstmals einen Homer gegeben. Lesen Sie nach mit Verstand dasjenige, was ich gesagt habe in verschiedenen Zyklen und auch in dem Büchelchen: «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit», so werden Sie sich sagen müssen: Wodurch ist Homer Homer geworden? Dadurch, daß noch ein höherer Geist ihn leitete. -— Homer wußte das wohl. Seine Gesänge beginnen daher nicht mit den Worten: Ich singe -, sondern sie beginnen mit den Worten: «Singe, o Muse... .» Das ist ganz ernst zu nehmen. Er wußte, daß ein höherer Geist ihn inspirierte. Nur unsere jetzige Zeit nimmt das als Phrase, wie sie als Phrase nimmt die Goetheschen Sätze:

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Cite: GA 254/1915-11-07/p043 · edition original