Dreizehnter Vortrag

GA 254/1915-11-07/p049 ·1915-11-07 · original (original)
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Ich hoffe, daß dies trotz der wenigen einzelnen Striche, mit denen ich das andeuten konnte, Ihre Seelen ergreifen wird, so daß Ihre Seelen in diesen Gedanken arbeiten. Gerade die Bekenner der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung sollen etwas wissen von den Impulsen der Weltentwickelung, in denen die Menschheit darinnen lebt. Und möglich ist ja, daß noch viele Menschen kommen und sagen: Das ist nicht so, das ist nicht so, das ist nicht christlich, christlich ist anders und so weiter. Wenn diese kommen, dann werden wir, wenn wir mit Tiefe und im Ernste und mit Würde aus der Geisteswissenschaft heraus erfaßt haben, was die Welt bewegt, in unserem meditativen Leben ewige Grundgesetze ahnen können. Mögen Menschen behaupten, daß wir Phantasten oder sonst irgend etwas seien, wir wissen, wie es mit der Menschheits- und Weltentwickelung ist. Und derjenige, der um ihretwillen durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, der sieht auch das, was sich in unserer Seele als der Ausdruck der Weltentwickelung ergibt. «Christus sieht uns», daran wollen wir festhalten.

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Cite: GA 254/1915-11-07/p049 · edition original