Zweiter Vortrag
Es war vor einiger Zeit, da brachte mir unser lieber Freund Wachsmuth nach Dornach ein grobes Pamphlet gegen Anthroposophie und namentlich gegen mich und einige mir nahestehende Persönlichkeiten, und er sagte dazumal, er wolle mir dieses Buch nicht lassen, weil er mich nicht verletzen will mit der Zumutung, es zu lesen, denn es sei eine gröbere Mache als manche andere. Nun, ich habe das Buch auch nicht wieder zu Gesicht bekommen. Herr Wachsmuth hat es damals mitgenommen, und ich habe mich nicht weiter darum gekümmert. Dagegen fuhr ich gestern in Begleitung von Frau Dr. Steiner und Herrn Leinhas durch Freiburg; wir hielten uns dort ein wenig auf, saßen an einem Tisch. An einem Nachbartisch saßen zwei Herren, von denen einer [unklare Textstelle, siehe Hinweis auf S. 217]. Wir hatten uns nicht sonderlich für die Leute interessiert, sie gingen etwas früher weg als wir, und nachdem sie weggegangen waren, brachte mir der Kellner ein Buch, er solle es mir abgeben von den beiden Herren, die da gesessen haben. Herr Leinhas erkundigte sich, wer die Herren waren,und erfuhr, daß der eine Herr Werner von der Schulenburg war. Vor dem Titelblatt, auf dem Schurzblatt steht: «Beste Empfehlungen, der Verfasser».
Cite:
GA 257/1923-01-30/p024 · edition original