Neunter Vortrag

GA 257/1923-03-03/p004 ·1923-03-03 · original (original)
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Der erste Vortrag am Dienstag hat sich ergeben aus einem ganz bestimmten Bedürfnisse heraus, das sich im Laufe der Ihnen ja, ich möchte sagen, wenigstens stimmungsgemäß geschilderten Diskussion am Sonntag, Montag und Dienstag, also aus einem Bedürfnis heraus, das sich aus diesen Diskussionen gebildet hatte, klar gezeigt hat. Es war das Bedürfnis, das Wesen der Gemeinschaftsbildung zu betrachten. Dieses Bilden von Menschengemeinschaften durch die anthroposophische Sache, das ist ja etwas, was in der letzten Zeit innerhalb unserer Anthroposophischen Gesellschaft eine große Rolle gespielt hat. Namentlich die Jugend, aber auch andere Menschen, ältere Menschen kamen in die Anthroposophische Gesellschaft herein mit der ausgesprochenen Sehnsucht, innerhalb dieser Gesellschaft andern Menschen zu begegnen, mit denen zusammen sie gewissermaßen dasjenige finden könnten, was in der heutigen sozialen Ordnung das Leben dem einzelnen nicht geben kann. Es ist damit ja hingewiesen auf eine durchaus begreifliche Sehnsucht vieler Menschen in unserer Zeit.

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Cite: GA 257/1923-03-03/p004 · edition original