Vierter Vortrag

GA 258/1923-06-13/p030 ·1923-06-13 · original (original)
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Das andere, was in den Menschen lebt, ist, daß sie ein unbestimmtes Gefühl haben: Mir müßten eigentlich die Träume mehr sagen als die Sinneswelt. — Es ist natürlich ein Irrtum, eine Illusion, wenn die Leute glauben, daß ihnen die Träume mehr sagen müßten als die Sinneswelt. Aber woher kommt denn diese Illusion, die wirklich in demselben Maße heraufkommt, in dem die moderne Bildung heraufgekommen ist? Denn mit dieser modernen Bildung hat es nämlich eine eigentümliche Bewandtnis. Wenn sich die Menschen, die modern gebildet sind, heute in ihren gebildeten Gesellschaften zusammenfinden, dann muß man eben gebildet sein, dann redet man so, wie es einem im heutigen Sinne geschulten Menschen entspricht. Fängt einer an, irgend etwas von geistigen Wirkungen in der Welt zu reden, dann muß man spöttisch die Mundwinkel ziehen, denn das ist gebildet. Innerhalb unserer Schulbildung gilt es nicht, von geistigen Wirkungen in der Welt zu reden. Da ist man ein abergläubischer, ein ungebildeter Mensch. Da muß man die Mundwinkel ziehen. Da muß man zeigen: So etwas ist nur für den abergläubischen Teil der Bevölkerung.

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