Vierter Vortrag

GA 258/1923-06-13/p032 ·1923-06-13 · original (original)
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Warum hat denn der Mensch in dieser modernen Zeit den Drang, Träumen nachzugehen? Weil er fühlt, wiederum ganz instinktiv, ohne daß er das klar weiß: Was ich da in meinen Gedanken habe, und was mir die äußere physische Welt abbildet, das ist ganz schön, aber es gibt mir ja nichts für mein Seelenleben. Dahinter liegt doch etwas anderes, das fühle ich in mir. Ein geheimes Denken, Fühlen und Wollen lebt auch, wenn ich wache, so frei in mir, wie das Traumleben frei lebt, wenn ich schlafe. Es ist etwas in dem Hintergrunde der Seelen, das wird eigentlich geträumt auch beim Wachen. Das fühlt schon der moderne Mensch. Und das fühlt er, weil ihm gerade in der Außenwelt das Geistige fehlt. Er kann es nur noch im Traume erhaschen. In früheren Erdenleben hat er es in seiner Umgebung geschaut.

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