Vierter Vortrag

GA 258/1923-06-13/p038 ·1923-06-13 · original (original)
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Vergleichen Sie damit den modernen Menschen. Er steht in seinen sozialen Verhältnissen so darinnen, daß eben der Abgrund klafft zwischen dem, was er innerlich erlebt, und dem, wie er äußerlich in diese sozialen Verhältnisse eingesponnen ist. Er kommt sich so vor - er macht es sich nur nicht klar, es sitzt im Unterbewußtsein —, wie wenn seiner Seele durch die äußeren Verhältnisse sein Körper fortwährend genommen werden sollte. Er fühlt sich durch diese Eigenschaften, durch diese Impulse aus früheren Erdenleben und dem vorirdischen Dasein, wovon ich Ihnen gesprochen habe, im Zusammenhange mit einer geistigen Welt. Sein Körper gehört den äußeren Institutionen an. Sein Körper muß sich so verhalten, daß er den äußeren Institutionen genügen kann. Das erzeugt im Unterbewußtsein eine fortwährende Angst im modernen Menschen, daß ihm eigentlich der physische Leib nicht mehr gehört. Nun, es gibt schon moderne Staaten, in denen man ja fühlen kann, wie einem eigentlich der Rock nicht mehr gehört, denn man ist ihn der Steuerbehörde schuldig! Aber nicht wahr, in einem weiteren Maßstab, meine lieben Freunde, gehört einem auch der physische Leib nicht. Der wird in Anspruch genommen von den äußeren Institutionen.

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Cite: GA 258/1923-06-13/p038 · edition original