Die menschliche Seelenverfassung vor dem Anbruch des Michael-Zeitalters
Die Gedankenbildung ist in ihrer eigenen Wesenheit nicht eine Entwickelung nach dem Materialistischen hin. Dasjenige, was in altern Zeitaltern wie inspiriert an den Menschen herantrat, die Ideenwelt, wurde in der Zeit, die der Michael-Epoche voranging, Eigentum der menschlichen Seele. Diese empfängt nicht mehr die Ideen «von oben» aus dem geistigen Inhalt des Kosmos; sie holt sie aktiv aus der eigenen Geistigkeit des Menschen herauf. Damit ist der Mensch erst reif geworden, sich auf die eigene geistige Wesenheit zu besinnen. Vorher drang er bis zu dieser Tiefe des eigenen Wesens nicht vor. Er sah in sich gewissermaßen den Tropfen, der aus dem Meere der kosmischen Geistigkeit sich für das Erdenleben abgetrennt hat, um sich nach demselben wieder mit ihm zu vereinigen.