Aphorismen Aus einem am 24. August in London gehaltenen Mitgliedervortrag

GA 26/l08/p002 · original (original)

Das wachende erlebt die sinnenfällige Außenwelt, bildet über diese Ideen und kann aus diesen Ideen heraus solche gestalten, welche eine rein geistige Welt abbilden. Das träumende Bewußtsein entwickelt Bilder, welche die Außenwelt umformen, zum Beispiel an die in das Bett scheinende Sonne das Traumerlebnis einer Feuersbrunst mit vielen Einzelheiten knüpfen. Oder es stellt die menschliche Innenwelt in symbolischen Bildern vor die Seele, zum Beispiel das stark pochende Herz im Bild eines überheizten Ofens. Auch die Erinnerungen leben umgestaltet im Traumbewußtsein auf. Dazu kommen Inhalte solcher Bilder, die nicht der Sinneswelt entnommen sind, sondern der geistigen, die aber nicht die Möglichkeit bieten, in die geistige Welt erkennend einzudringen, weil ihr Dämmersein nicht ganz in das Wachbewußtsein sich heben läßt, und weil, was in dieses herüberspielt, nicht wahrhaft ergriffen werden kann.

Read this passage in another edition
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/26/l08/p002.json
Cite: GA 26/l08/p002 · edition original