Menschheitszukunft und Michael-Tätigkeit

GA 26/l12/p019 · original (original)

114. Michael ist durchdrungen von dem Bestreben, das im Menschen aus den Zeiten der göttlichen Wesensgeltendmachung und der Offenbarung bewahrte Verhältnis zum Kosmos in einer solchen Art durch sein frei wirkendes Vorbild der menschlich-kosmischen Entwickelung einzuverleiben, daß, was die rein auf das Bild, die Form des Göttlichen bezügliche Naturanschauung sagt, einläuft in eine höhere, geistgemäße Naturanschauung. Diese wird zwar im Menschen vorhanden sein; sie wird aber eben ein menschliches Nacherlebnis des göttlichen Verhältnisses zum Kosmos während der zwei ersten Etappen der kosmischen Entwickelung sein. Anthroposophie bejaht in dieser Art die Naturanschauung des Bewußtseinszeitalters; sie ergänzt sie aber auch durch eine solche, die von dem Blick des Geistes-Auges aus sich ergibt.

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