Die Weltgedanken im Wirken Michaels und im Wirken Ahrimans

GA 26/l15/p012 · original (original)

Indem der Mensch seine Freiheit entfaltend in Ahrimans Verlockungen fällt, wird er in die Intellektualität hineingezogen, wie in einen geistigen Automatismus, in dem er ein Glied ist, nicht mehr er selbst. All sein Denken wird Erlebnis des Kopfes; allein dieser sondert es vom Eigenherzerleben und eignem Willensleben ab und löscht das Eigensein aus. Der Mensch verliert immer mehr von seinem innerlich wesenhaft-menschlichen Ausdruck, indem er Ausdruck seines Eigenseins wird; er verliert sich, indem er sich sucht; er entzieht sich der Welt, der er die Liebe verweigert ; aber der Mensch erlebt sich nur wahrhaft, wenn er die Welt liebt.

Read this passage in another edition
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/26/l15/p012.json
Cite: GA 26/l15/p012 · edition original