Erste Betrachtung: Vor den Toren der Bewußtseinsseele. Wie Michael seine Erdenmission durch Besiegung Luzifers überirdisch vorbereitet

GA 26/l16/p026 · original (original)

Der Herzog Ernst kommt in Zwiespalt mit dem Kaiser, der ihn ungerecht durch Krieg zugrunde richten will. Der Herzog fühlt sich gedrängt, dem unmöglichen Verhältnis mit dem Reichshaupte dadurch zu entgehen, daß er an der Kreuzzugsbewegung nach dem Orient teilnimmt. In den Erlebnissen, die er nun durchmacht, bis die Reise ihn nach dem Ziele führt, wird «sagenhaft» das Physische mit dem Geistigen in der angedeuteten Art verwoben. Der Herzog gelangt zum Beispiel auf seinem Wege zu einem Volke, das den Kopf gestaltet hat wie Kraniche; er wird an den «Magnetberg» mit den Schiffen verschlagen, von dem diese magnetisch angezogen werden, so daß Menschen, die in die Nähe des Berges kommen, nicht wieder zurück können, sondern elendig umkommen müssen. Der Herzog Ernst und sein Gefolge machen sich dadurch los, daß sie sich in Häute einnähen, von Greifen, die gewohnt sind, die nach dem Magnetberg verschlagenen Menschen zur Beute sich zu holen, auf einen Berg sich bringen lassen und dort nach dem Durchschneiden der Häute in Abwesenheit der Greife entkommen. Die weitere Wanderung führt dann zu einem Volke, dessen Ohren so lang sind, daß sie wie eine Kleidung um den ganzen Körper geschlagen werden können; zu einem ändern, dessen Füße so groß sind, daß sich die Leute, wenn es regnet, auf den Boden legen können und die Füße als Schirme über sich breiten können. Er kommt zu einem Zwergen-, einem Riesenvolke und so weiter. Dergleichen vieles wird in Verbindung mit der Kreuzzugsreise des Herzogs Ernst erzählt. Die «Sage» läßt nicht in der rechten Art fühlen, wie überall da, wo Imaginationen eintreten, die Hinorientierung auf eine geistige Welt stattfindet, wie da Dinge durch Bilder erzählt werden, die in der Astralwelt sich abspielen und die mit Wille und Schicksal der Erdenmenschen zusammenhängen.

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DEoriginalENRSP1973
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Cite: GA 26/l16/p026 · edition original