Fortsetzung der zweiten Betrachtung: Hemmung und Förderung der Michael-Kräfte im aufkommenden Zeitalter der Bewußtseinsseele

GA 26/l18/p012 · original (original)

Sie suchten sich die Berechtigung zu diesem geistigen Unterfangen dadurch zu erwerben, daß sie äußerlich im Leben beruflich und auch sonst sich so verhielten, daß ihr Dasein von dem anderer Menschen nicht zu unterscheiden war. Dadurch, daß sie so gegen das Irdische im ganz gewöhnlichen Sinne ihre Pflichten in Liebe vollführten, konnten sie das Innere ihres Menschentums frei dem gekennzeichneten Geistigen zuwenden. Was sie nach dieser Richtung taten, war ihre und derjenigen Sache, mit denen sie sich «im Geheimen» verbanden. Die Welt wurde mit Bezug auf das, was im Physischen geschah, zunächst scheinbar gar nicht von diesem Geiststreben berührt. Doch war dies alles notwendig, um die Seelen in die nötige Verbindung mit der Michael-Welt zu bringen. Es handelte sich nicht um «Geheimgesellschaften» in irgendeinem schlimmen Sinne, nicht um irgend etwas, das das Verborgene aufsucht, weil es das Licht des Tages scheut. Es handelte sich vielmehr um das Zusammenfinden von Menschen, die in diesem Zusammenfinden sich überzeugen, daß, wer zu ihnen gehört, ein rechtes Bewußtsein der Michael-Mission hat. Die so Zusammenarbeitenden sprechen dann nicht von ihrer Arbeit vor denen, die durch Verständnislosigkeit nur ihre Aufgaben stören könnten. Diese Aufgaben lagen ja zunächst in dem Wirken in Geistesströmungen, die nicht innerhalb des irdischen Lebens verlaufen, sondern in der angrenzenden Geist-Welt, die aber in das irdische Leben ihre Impulse hineinwerfen.

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Cite: GA 26/l18/p012 · edition original