{"corpus":"steiner","locus":"GA 26/l24/p016","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und dadurch bildete sich das Denken des Menschen so aus, daß er allmählich in den Leben zwischen Tod und neuer Geburt diejenige Fähigkeit ausgestaltete, die in uralten Zeiten Gedanken in ihm bildete. *Damals* konnte diese Fähigkeit das Geistige schauen, trotzdem sie so war wie gegenwärtig die bloße Sinnesauffassung. Denn das Physische trug damals das Geistige an seiner Oberfläche. Jetzt aber kann die von damals bewahrte Denkfähigkeit nurmehr als Sinneswahrnehmung wirken. Allmählich nahm die Fähigkeit, denkend sich zum Geistigen zu erheben, ab. Und voll trat dies erst zutage, als im Zeitalter der Bewußtseinsseele die geistige Welt für den Menschen in gänzliche Dunkelheit gehüllt wurde. Da kam es, daß im neunzehnten Jahrhundert die besten Naturforscher, die nicht Materialisten werden konnten, sagten: uns bleibt nichts übrig, als *bloß* die Welt zu erforschen, die sich nach Maß, Zahl und Gewicht und durch die Sinne erforschen läßt; aber wir haben kein Recht, eine geistige Welt zu leugnen, die sich hinter dieser sinnlichen verbirgt. Also der Hinweis darauf, daß eine dem Menschen *unbekannte* helle Welt sein könne, wo er nur in die Finsternis starrt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Teil der Betrachtung: Was offenbart sich, wenn man in die vorigen Leben zwischen Tod und neuer Geburt zurückschaut?","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":178,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/26/l24/p016","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["APC1956","RSP1973"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/26/l24/p016"},{"lang":"en","edition":"APC1956","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":false,"locus":"GA 26/l18/p016","anchor_mapped":true,"anchor_method":"curated","anchor_confidence":"high","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/26/l18/p016?edition=APC1956"},{"lang":"en","edition":"RSP1973","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"locus":"GA 26/l18/p016","anchor_mapped":true,"anchor_method":"curated","anchor_confidence":"high","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/26/l18/p016"}]}