Die Freiheit des Menschen und das Michael-Zeitalter

GA 26/l28/p016 · original (original)

In dieser Tatsache, daß der Mensch in seinem augenblicklichen Vorstellen nicht im Sein, sondern nur in einer Spiegelung des Seins, in einem Bild-Sein lebt, liegt die Möglichkeit der Entfaltung der Freiheit. Alles Sein im Bewußtsein ist ein zwingendes. Allein das Bild kann nicht zwingen. Soll durch seinen Eindruck etwas geschehen, so muß es ganz unabhängig von ihm geschehen. — Der Mensch wird dadurch frei, daß er mit seiner Bewußtseinsseele aus dem Sein sich erhebt und in dem nicht-seienden Bildwesen auftaucht.

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