Die geschichtlichen Erschütterungen beim Heraufkommen der Bewußtseinsseele

GA 26/l34/p013 · original (original)

Es ist die Zeit, von den ersten christlichen Jahrhunderten angefangen bis in das Zeitalter der Bewußtseinsseelenentwickelung hinein, eine solche, in der als maßgebliches Geistesleben über der Menschheit ein geistiger Inhalt waltet, mit dem sich der Mensch erkennend nicht verbinden kann. Er verbindet sich deshalb äußerlich; er «erklärt» ihn, und er denkt darüber nach, inwiefern die Seelenkräfte nicht ausreichend sind, um die erkennende Verbindung herbeizuführen. Er unterscheidet zwischen dem Gebiete, in das die Erkenntnis reicht, und dem, wohin sie nicht reicht. Es macht sich der Verzicht geltend, Seelenkräfte zu betätigen, die sich erkennend in die Geistwelt erheben. Und so kommt die Zeit heran, Wende des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts, in der man sich mit den auf das Geistige gerichteten Seelenkräften von dem Geistigen überhaupt erkennend abwendet. — Man beginnt, nur in den Seelenkräften zu leben, die auf das sinnlich Wahrnehmbare gerichtet sind.

Read this passage in another edition
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/26/l34/p013.json
Cite: GA 26/l34/p013 · edition original