Ansprache Bei Der Kremation Von Hermann Linde

GA 261/1923-06-29/p046 ·1923-06-29 · original (original)
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Und nun geht er fort von uns aus dem physischen Erdendasein. Uns bleibt die Erinnerung, zu der er selbst von seinem Tode an nichts Metamorphosierendes, nichts Verwandelndes, nichts Belebendes mehr hinzutut. Uns bleibt die Erinnerung, so wie uns die Gedanken an die äußere Natur bleiben, wenn wir sie mit physischen Sinnen schauen, mit physischem Verstande ergreifen, wo auch die Dinge der Natur nichts zu unserer Erkenntnis, zu unseren Gedanken hinzutun, wo wir unsere Gedanken um so objektiver halten müssen, je mehr wir nur treu dasjenige abbilden wollen, was einmal ist, und wo wir uns nicht beirren lassen dürfen von dem, was diese Gedanken aus dem Leben heraus modifizieren könnte. Aber so wie die andere Seite der Natur verschieden ist von der, die sie uns zuweist für die Sinne und für den irdischen Verstand, so ist dasjenige, was ein Menschenwesen ist, wenn es für uns bloß irdische Erinnerung geworden ist, verschieden von dem, was es gewesen ist, da es Tag für Tag, von Zeit zu Zeit diese irdische Erinnerung belebte. Denn von diesem Zeitpunkte an tritt dieses Menschenwesen für unseren Anblick, für unser Erleben nun ganz und gar auf die andere Seite des Daseins.

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