Weisheit, Schönheit, Stärke Zeichen, Griff Und Wort
Zeichen, Griff und Wort sind nicht nur bloße Erkennungszeichen, sondern sie haben einen tief okkulten Wert. Das Zeichen, bei dem man den rechten Winkel bildet zwischen dem Daumen und der flachen Hand, hat zu tun mit der Hand als Erkenntnisorgan. Es wurde schon in dem letzten Zyklus darüber gesprochen, dass Hände und Füße Erkenntnisorgane sind, und zwar bessere als das Gehirn. Das physische Gehirn ist gleichsam herauskristallisiert aus dem Ätherleib, wie Eis aus Wasser. Man kann einen innigen Zusammenhang verspüren zwischen diesen beiden «Gehirnen» und wie das physische Gehirn eigentlich eine Art von Spiegelapparat ist für dasjenige, was im ätherischen Gehirn vor sich geht. Das erlebt man besonders dann, wenn man sich sehr anstrengt mit Dingen, die sich auf den physischen Plan beziehen, oder wenn man Erinnerungsvorstellungen in sich hervorrufen will: Es ist dann immer - ob man davon weiß oder nicht - der Ätherleib in Mitleidenschaft gezogen. [Aber besonders auch das physische Gehirn, das wie ein Klotz im Äthergehirn liegt und verhindert, dass man der Beweglichkeit des Äthergehirns folgen kann.] Man fühlt dann sehr deutlich, dass es nicht das Äthergehirn ist, das ermüdet; das könnte bis in alle Ewigkeit Gedanken und Erinnerungen hervorrufen, aber das physische Gehirn kommt nicht mit, wirkt wie ein Fremdkörper im Ätherleib. Dadurch spürt man die Ermüdung des physischen Gehirnes umso mehr, denn: Wenn man auch immer weiterdenken könnte mit dem Äthergehirn, man würde sich krank machen; der normale Zusammenhang würde durchbrochen werden, der physische Teil würde wie tot werden. Es ist unmöglich, den Parallelismus zwischen physischem und Äthergehirn in größerem Maße zu durchbrechen.
Cite:
GA 265a/1911-12-16_02/p014 · edition original