Wofür Der Mensch Einst Von Den Göttern Gedacht War

GA 265a/1912-09-04/p004 ·1912-09-04 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach Erinnerungsaufzeichnungen von Teilnehmenden» (From participants' records written from memory). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Die Welt, in der der Mensch heute lebt, dafür war er ursprünglich nicht von den Göttern gedacht, von den Göttern bestimmt. Der Mensch lebt also in der sinnlichen Welt, in einer Welt, der er sich anpassen muss. — Vor der lemurischen Zeit, vor dem luziferischen Einschlag, war der Mensch nur in der Umgebung der Erde gedacht, aber so, dass er in sich sinnbildlich erleben, spiegeln konnte in Augen, Ohren und Gehirn das innere Erleben. (Die höheren Sinne haben wir von Luzifer.) Keine Sinne, wie wir sie jetzt haben, waren [für den Menschen von den göttlich-geistigen Wesenheiten] gedacht. Augen, Ohren, Gehirn, wie wir sie jetzt haben, haben wir durch Luzifer bekommen. Als ein Atem-Erkenntnis-Wesen ist der Mensch von den Göttern gedacht, und in Einatmen, Atemhalten und Ausatmen zieht ein in den Menschen eine ganze Welt.

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