Das Erleben der Natur und das Christus-Prinzip

GA 265a/1913-05-11/p005 ·1913-05-11 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach Erinnerungsaufzeichnungen von Teilnehmenden» (From participants' records written from memory). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Das kommt daher, weil nach dem Mysterium von Golgatha alles anders werden musste. Dasjenige, was früher von außen auf den Menschen eingewirkt hat, soll jetzt innerlich im Menschen selber arbeiten. Alle diejenigen Kräfte, die früher in der Natur unmittelbar auf den Menschen wirkten, wirken auch jetzt noch, aber wirken jetzt von innen her auf den Menschen. Mit unseren inneren Seelenkräften, die durch das Herabsteigen des Ich in uns stärker werden sollen, müssen wir die Kräfte in uns selber finden, die früher von außen her zu uns sprachen im Donner und Blitz, im Regen und Wind. Nun sprechen sie zu uns in unserer Erkenntnis, nun bringen sie in uns sittliche Kraft und Weisheit hervor, nun erwärmen sie uns innerlich und machen uns fähig, alle Menschen zu verstehen, von Mensch zu Mensch zu sprechen und die Liebe zu begründen, die alle Seelen miteinander verbinden soll, sodass die Menschheit sich wie eine große Einheit wiederfinden wird, da in eines jeden Herzen die ganze Menschheit ausgebreitet daliegt.

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