Der Hüter der Schwelle

GA 265a/1923-05-21/p055 ·1923-05-21 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach Erinnerungsaufzeichnungen von Teilnehmenden» (From participants' records written from memory). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Im Anfang ist es nicht leicht, diese Sprache zu verstehen. Zu sagen, dass alles in der Natur ein Ausdruck der Göttlichkeit ist, ist ziemlich leicht. Aber um zu verstehen, welche Gedanken und was überhaupt hinter der Natur und dem Kosmos verborgen liegt, also diese Sprache ganz verstehen, das lernt man erst durch okkulte Erlebnisse in der geistigen Welt. Aber dann wird es auch eine lebende Sprache, die einleuchtend macht, welche Gedanken dem Mineral, der Pflanze, dem Tier und dem eigenen physischen Menschenleib zugrunde liegen. Dann versteht man, dass eine Gotteskraft dies alles geschaffen hat und die Seele und den Sinn des Menschen in die physische Welt hineingeführt hat, um durch das Leben in der Materie die Kraft zu entwickeln, um sich aus seinem eigenen bewussten Ich eine stets stärkere Verbindung mit den Hierarchien und den geistigen Welten zu erarbeiten.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/265a/1923-05-21/p055.json
Cite: GA 265a/1923-05-21/p055 · edition original