{"corpus":"steiner","locus":"GA 266a/1904-07-09","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1904-07-09","ga":"266a","lecture":"1904-07-09","lecture_number":null,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1904-07-09","site_heading":null,"date":"1904-07-09","location":null,"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"passage_count":5,"word_count":775,"translation_credit":null,"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":5,"passage_count":5,"word_count":775},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":18,"passage_count":18,"word_count":817,"completeness":{"ratio":1.05,"band":"comparable","note":null}}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern sowie Notizen von Vorträgen","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and notes of lectures","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."},"passages":[{"locus":"GA 266a/1904-07-09/p001","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1904-07-09/p001","passage_number":1,"word_count":6,"text":"## GA 266/1 — 1904-07-09, Berlin"},{"locus":"GA 266a/1904-07-09/p002","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1904-07-09/p002","passage_number":2,"word_count":275,"text":"Berlin, 9. Juli 1904 \nZunächst ein von Dr. Steiner gesprochenes Gebet. Dann Hinweis darauf, daß die Meister durch Dr. Steiner sprechen, daß er \nnur das Mittel ist, die Gedanken der Meister zum Ausdruck zu \nbringen. \nMeister Morya gibt uns Aufschluß über das Ziel der menschlichen Entwicklung. Er ist es, welcher die Menschheit ihrem Ziele \nzuführt. Meister Kuthumi ist derjenige, welcher uns die Wege \nzu diesem Ziele weist. \nDarstellung des niederen Ich und des höheren Ich. In jedem \nMenschen ist ein niederes Ich, das es zu überwinden gilt. \nSodann wird die Vergänglichkeit der Leiber betrachtet. Mein \nKörper wird vergehen und auch Ihre Körper werden in ihre kleinsten Atome zerfallen, aber die Worte, die jetzt gesprochen werden, werden nicht vergehen, weil wir selbst dasjenige werden \nwerden, was wir jetzt sprechen. Das ist der Same, aus dem wir \neinst wieder hervorgehen werden. \nGedanken und Gefühle sind Wirklichkeiten, sie sind dasjenige, was das Material zum Bau des Späteren abgibt. Wir müssen \ndarum bestrebt sein, so hohe und edle Gedanken und Gefühle \nzu hegen, wie es nur immer möglich ist. Durch diese Gedanken \nund Gefühle sind wir gefesselt an dasjenige, was diesen Gedanken und diesen Gefühlen ähnlich ist. Wir knüpfen da Tausende \nund Abertausende von Beziehungen. \nEs gibt vier Grade, Teile oder Wege der Entwicklung. \nEs gibt auch sieben Sinne; fünf Sinne, wie wir sie auch im physischen Leben kennen, und zwei Sinne, die noch zur Entfaltung \nkommen müssen. \nZehn Kraftzentren im Menschen: \n1. Prana - in der Brust; 2. Apan - in der Gegend der Sekretionsorgane; 3. Saman - im Nabel; 4. Udan - in der Mitte der \nGurgel; 5. Vayu - durchdringt den ganzen Körper; 6. Kurm -"},{"locus":"GA 266a/1904-07-09/p003","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1904-07-09/p003","passage_number":3,"word_count":323,"text":"im Auge, hilft dasselbe öffnen; 7. Krikala - im Magen, ruft Hunger hervor; 8. Nag - verursacht Erbrechen; 9. Devadatta - verursacht Gähnen; 10. Dhananjaya - dasjenige, was den Körper nicht \neinmal nach dem Tode verläßt. \nPrana entspricht der achtblättrigen Lotosblüte, Udan entspricht \nder sechzehnblättrigen Lotosblüte. Die zweiblättrige Lotosblüte \nbefindet sich zwischen den Augenbrauen. \nVon dem Sterben wurde gesagt: so wie man sterben lernen muß, \nso muß man auch den Gefühlen absterben lernen. Aber das Erste, \nwas zu lernen ist, ist das Stehenlernen, das heißt, daß wir in den \nWirrsalen des Lebens einen sicheren Halt haben, daß wir keine \nFurcht und keine Angst mehr kennen, sondern ruhig und sicher \njedem Ereignis, wie es auch kommen mag, ins Auge schauen. \nSodann gibt es vier Etappen, die wir zu ersteigen haben. Zuerst gilt es das Ich, den Kern in uns zu suchen. Dann werden \nwir auch das Nicht-Ich erkennen. Wir müssen diesen Mittelpunkt \nin uns suchen, denn dieser Mittelpunkt liegt in jedem einzelnen \nWesen. Überall ist Mittelpunkt, überall ist Peripherie. Sie mögen \nsich an die äußersten Grenzen versetzt denken, überall können \nSie den Mittelpunkt finden. Die Erde dreht sich um die Sonne; \ndie Sonne dreht sich mit der Erde durch den großen Weltenraum. Und neben ihr drehen sich unendlich viele andere Himmelskörper. Jedes einzelne Wesen bildet einen Mittelpunkt. Auf \njenen Himmelskörpern leben keine Menschen, wie wir sind. Es \nleben zwar auch Wesen darauf, aber keine Menschen. Die Menschen haben keine Verbindung mit ihnen, es ist keine Beziehung \nvorhanden. Diese Beziehung können sie nur erringen, wenn sie \nsich innerlich auf eine Stufe erheben, wo alle jene Wesen ihre \ngemeinsame Grundlage haben. \nDas zweite ist, den Astralkörper lebendig zu machen, das heißt, \nsich in dem astralen Meer zu fühlen als Ich. \nDas dritte ist die Überwindung des astralen Meeres und die \nErreichung der tiefen Stille. \nDas vierte ist die Vernehmung der Stimme der Stille. Das ist \nda, wo der Meister ruft wie von außen: Das bist Du!"},{"locus":"GA 266a/1904-07-09/p004","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1904-07-09/p004","passage_number":4,"word_count":169,"text":"Das beste Bild für diese Entwicklung ist das folgende: Hat man \nsein Ich gefunden, so denkt man sich hinausgefahren auf das \ngroße Weltmeer. Nichts ist auf der Wasserfläche zu erblicken. \nSoweit das Auge reicht, nur Wasser und Himmel. Die Enden des \nMeeres sind vom Horizont begrenzt. Auf dieser Fläche denken \nwir uns als eine Welle im bewegten Meer, als eine einzige Woge \nunter den vielen Wogen. Wenn wir uns dann so recht eins fühlen, so müssen wir die Wogen des Meeres beruhigen. Tiefe Stille \nmuß eintreten. Nichts ist zu hören, nichts ist zu sehen. Das \nWasser, in das wir eingetaucht sind, ist vollkommen ruhig. Keine Bewegung macht sich geltend. In dieser vollkommenen Stille, \nin dieser vollkommenen Abgeschlossenheit wird die Stimme des \nMeisters ertönen können, sie wird nicht mehr übertäubt werden \nkönnen von dem Geräusch des Alltagslebens. Hierauf schließt sich \ndiese Übung in der Praxis an. Wir übten alle dieses Bild, indem \nwir uns alle in den Gedanken des Ich versetzten, dann in das \nMeeresgewoge, dann in die tiefe Meeresstille."},{"locus":"GA 266a/1904-07-09/p005","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1904-07-09/p005","passage_number":5,"word_count":2,"text":"ESOTERISCHE STUNDE"}]}