Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1906-10-02

GA 266a/1906-10-02/p002 ·1906-10-02 · original (original)

Berlin, 2. Oktober 1906 Aufzeichnung A In einem bescheiden demütigen Sinne soll es dennoch unser Selbstgefühl heben, daß wir würdig gefunden worden sind, teilzunehmen an der Esoterischen Schule. Nicht durch ein Ungefähr sind wir dahin gelangt. Daß wir sie gesucht haben, daß wir Einlaß erhielten, beweist uns, daß dieses Streben uns schon seit mehreren Leben erfüllte. Die Welt draußen kann uns nicht mehr befriedigen, wir können nicht in ihr aufgehen. Könnten wir das, wir hätten den Weg hierher nicht gesucht. Die Welt draußen repräsentiert das volle Aufblühen der fünften Unterrasse; neben diesem Aufblühen macht sich schon geltend die Morgenröte des sechsten Tages, oder der sechsten Unterrasse. Diese wird eine viel geistigere werden; der geistige Leib wird viel mehr entwickelt sein. Sie wird die Vorblüte dessen sein, was sich in der sechsten Wurzelrasse voll entwickeln wird. - Wir, die wir in der Esoterischen Schule sind, gehören zu dieser Morgenröte des sechsten Tages; wir folgen und dienen dem großen Meister, der ihre Gestaltung überwacht; unsere Aufgabe ist es, diesen geistigen Leib aus uns heraus zu schaffen und zu gebären. Unser physischer Leib ist nicht unser Ich; wir dürfen uns nicht mit ihm identifizieren. So wie er jetzt ist, in dieser mineralischen Festigkeit, haben wir ihn als ein Werkzeug für die Aufgaben der fünften Wurzelrasse erhalten. Als ein Werkzeug müssen wir ihn handhaben und formen; unser Ich soll Gewalt über ihn haben. Früher hatte unser Ich ein andersgeartetes Werkzeug; der Leib der vierten Wurzelrasse, der atlantischen, die noch nicht die Trennung von Sonne und Regen kannte, die durch wallende Nebel sich bewegte, war in mancher Hinsicht anders geartet, aber unser Ich war dasselbe; noch verschiedener waren die Leiber der lemurischen Rasse, besonders in deren Anfangsstadien, die sich schwebend bewegten in wäßrigem und in luftartigem Element. Dasselbe Ich arbeitete

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