Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — München, 1907-06-01
Aufzeichnung C (Auszug) Auch die Meister müssen, um die Entwicklung weiter zu führen, im physischen Leib sein. Der Meister der sechsten Morgenröte ist Christian Rosenkreutz. Jesus von Nazareth, Christian Rosenkreutz. Wenn wir versuchen, das in unser Gefühl aufzunehmen und zur Empfindung werden zu lassen, so werden wir verstehen, daß es eine esoterische Schule des Westens und eine des Ostens geben muß. Gleichwertig stehen sie nebeneinander. Jede hat ihre zwei Meister: Mahatma K(uthumi) und Mahatma M(orya); Meister Jesus von Nazareth und Meister Christian Rosenkreutz. Die eine dieser Schulen leitet Frau Besant, die andere Dr. Steiner. Eine Entscheidung aber, zu welcher man sich wenden will, muß getroffen werden. * Aufzeichnung D Die Tautropfen sind eine Erinnerung an die Wasser des göttlichgeistigen Urschoßes, aus dem der Mensch heraus geboren ist, zugleich an die Taufe, die eine Erinnerungstaufe ist an diese Wasser. Ein jeder Tautropfen ist uns ein Denkmal, ein letzter Überrest dieses göttlichen Zusammenhangs. Tau, Tao ist dasselbe. - Im Tao empfanden unsere Seelen einst dies Ruhen im Göttlichen. Wir sind hinabgestiegen in die Materie; aus ihm haben wir uns wiederum gereinigt von dieser Materie, so daß wir durchsichtig klar geworden sind wie der Tautropfen. Wenn der Astralleib die Diamantseele geworden ist (siehe «Stimme der Stille»), dann steigen wir in den drei Dreiecken hinauf, empfangen das göttliche Schöpferwort das im I. A. O. ruht. Wir erhalten dann das Lebensbrot der Buddhi, des Christus-Prinzips, das im goldenen Kreuze ausgedrückt ist (Gold ist die Farbe der Buddhi). Zugleich geht vor sich die Umwandlung, die im Abendmahl, im heiligen Gral als tiefste Idee liegt. Das unheilig gewordene Feuer des Blutes wird wieder heilig, rein und keusch. Es wird wieder pflanzlicher Natur.
Cite:
GA 266a/1907-06-01/p016 · edition original