Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — München, 1908-01-16
Ich, die auf das Blut wirkt, die muß immer bewußter und kräftiger werden und auf dem Jupiter wird der Mensch dann ganz bewußt sein Blut nach dem Mittelpunkt leiten und sich stark machen können. Das Unnatürliche und Schädliche daran ist aber heute das Gefühl der Angst, das mit dieser Blutströmung verbunden ist. Das darf in Zukunft nicht mehr sein, nur die Kräfte des Ich, ohne Angst, müssen da wirken. Immer feindlicher stellt sich im Laufe der menschlichen Entwicklung die Außenwelt um uns. Immer mehr müßt Ihr lernen, Eure innere Kraft der herandrängenden Außenwelt entgegenzustellen. Aber die Angst muß dabei verschwinden. Und ganz besonders für den, der eine esoterische Schulung durchmacht, ist es nötig, unumgänglich nötig, daß er sich freimache von allen Angst- und Furchtgefühlen. Nur da hat die Angst eine gewisse Berechtigung, wo sie uns aufmerksam macht, daß wir uns stark machen sollen, aber alle unnatürlichen Angstgefühle, die den Menschen quälen, müssen ganz und gar verschwinden. Was sollte geschehen, wenn der Mensch noch Angst- und Furchtgefühle hat und das Jupiterbewußtsein stellt sich ein? Dort wird die Außenwelt sich dem Menschen viel, viel feindlicher und schrecklicher gegenüberstellen als heute. Ein Mensch, der hier nicht die Angst sich abgewöhnt, wird dort von einem schreckensvollen Entsetzen ins andere fallen. Schon jetzt bereitet sich immer mehr dieser Zustand in der Außenwelt vor. Und deutlicher noch wird das sich dem Menschen zeigen in jener schrecklichen Zeit, die hereinbrechen wird unter der Herrschaft des Oriphiel, von dem ich Euch das letztemal gesprochen habe. Da muß der Mensch gelernt haben, festzustehen! Unsere heutige Kultur schafft selbst jene entsetzlichen Ungeheuer, die den Menschen auf dem Jupiter bedrohen werden. Schaut Euch die riesenhaften Maschinen an, welche die menschliche Technik heute mit allem Scharfsinn konstruiert! In ihnen schafft sich der Mensch die Dämonen, die in Zukunft gegen ihn wüten werden. Alles, was der Mensch heute an technischen Apparaten und Maschinen sich erbaut, wird in Zukunft
Cite:
GA 266a/1908-01-16/p006 · edition original