{"corpus":"steiner","locus":"GA 266a/1908-02-12","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12","ga":"266a","lecture":"1908-02-12","lecture_number":null,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1908-02-12","site_heading":null,"date":"1908-02-12","location":null,"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"passage_count":13,"word_count":3586,"translation_credit":null,"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":13,"passage_count":13,"word_count":3586},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":60,"passage_count":60,"word_count":3682,"completeness":{"ratio":1.03,"band":"comparable","note":null}}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. 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Februar 1908 \nEditorische Vorbemerkung: Die in dieser Stunde behandelten Zeichen und \nder Spruch waren von Rudolf Steiner offensichtlich gleich zu Beginn an die \nTafel geschrieben und dann erläutert worden. Daher sind sie auch hier vorangestellt: zunächst in der Form, wie sie sich in Rudolf Steiners Notizbuch \nArchiv-Nr. 381 finden, dann folgt eine etwas andere Version des Schemas \naus Aufzeichnung B; daran schließt sich eine durch die Herausgeber vorgenommene Zusammenfassung der Benennungen der Zeichen, die sich, jeweils \nvon verschiedenen Aspekten aus gesehen, in den einzelnen Aufzeichnungen \nfinden. \nFaksimile der Zeichen aus Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 381. \nBei dem folgenden Spruch handelt es sich um eine freie Übertragung eines \nalten Rosenkreuzerspruches, der sich in den «Geheimen Figuren der Rosenkreuzer aus dem 16ten und 17ten Jahrhundert» (Altona 1785, Nachdruck \nBerlin 1919) findet. Im Original heißt es: \nWer diese Tafel recht versteht, \nSieht, wie eins aus dem andern geht."},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p003","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p003","passage_number":3,"word_count":185,"text":"Erstlich steckt alles in vierdter Zahl \nDer Elementen überall, \nDaraus die Drey Anfang entspringen \nWelche zwey Geschlechter herfürbringen. \nMännlich, Weiblich, von Sonn und Mond, \nDaraus wächset der Kayserliche Sohn: \nDem auf der Welt gar nichts gleich. \nUnd übertrifft all Königreich. \nDie erste Übertragung Rudolf Steiners lautet: \nWer diese Tafel wohl versteht, \nSieht wie eins aus dem andern geht \nErstlich steht alles in vierter Zahl \nDer Elementen überall, \nDaraus die drei Anfang entspringen, \nWelche zwei Geschlechter hervorbringen, \nMännlich Weiblich aus Sonn und Mond, \nDaraus wachset der innerliche Sohn: \nDem auf der Welt gar nichts gleich \nUnd übertrifft all Erdenreich. \nDie in der Stunde verwendete Fassung findet sich im Notizbuch ArchivNr. 381. In Notizbuch Archiv-Nr. 536 ist der Spruch nochmals aufgezeichnet, nur steht in Zeile 8 statt «Menschen-Sohn» «Erdensohn» (siehe S.311) \nWer der Zahlen Wirken wohl durchschaut \nSieht wie seine Welt sich auferbaut \nDie Vier such als erste Zahl \nDer Elemente überall \nAus ihr sieh die Drei sich regen \nGeist Seele Leib dir geben \nDie Zwei erstehn aus Sonn' und Mond \nDaraus erwächst der Menschen Sohn \nDem auf der Welt gar nichts gleich \nDer übertrifft alle Erdenreich"},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p004","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p004","passage_number":4,"word_count":9,"text":"Wiedergabe der Handschrift aus Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 381"},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p005","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p005","passage_number":5,"word_count":9,"text":"Wiedergabe der Handschrift aus Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 536."},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p006","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p006","passage_number":6,"word_count":14,"text":"Version aus Aufzeichnung B \nZusammenfassung der Beschriftungen aus den verschiedenen Aufzeichnungen durch die Herausgeber."},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p007","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p007","passage_number":7,"word_count":299,"text":"Aufzeichnung A \nWenn dem Rosenkreuzerschüler in der Unterrichtsstunde ein gewisses Etwas gegeben werden sollte, an dem er sich aufrichten, \nan dem er sich erheben konnte, so wurden vor seine Seele aus \nder Fülle der okkulten Schriftzeichen folgende Figuren hingestellt \nund dabei ihm obenstehender Spruch gesagt. \nDiese Figuren bedeuten durchaus nichts Abstraktes, sondern \nsie müssen mit dem Gefühl und dem Verstande durchdrungen \nwerden, wenn man sie verstehen will. Geschieht das in der richtigen Weise, so erlebt der Betreffende Wahrheiten, die von der \ngrößten Wichtigkeit für seine Fortentwicklung sind. \nDer Punkt bedeutet den Punkt des Lebens, von dem alle Entwicklung ausgeht. Alles Leben geht hervor aus einer Einheit und \ngeht über in die Mannigfaltigkeit. Aus der Einheit entspringt die \nVielheit. \nAus dem Menschen ist alles hervorgegangen, was auf Erden \nsonst vorhanden ist. Die Natur ist der ausgebreitete, auseinandergelegte Mensch. In ihm finden sich Mineral, Pflanze und Tier. \nAlle Eigenschaften, die der Mensch hat, finden sich verstreut \nwieder in den einzelnen Naturreichen. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Alles, was da ist, stammt vom Menschen. \nIn der zweiten Reihe sehen wir, wie die Entwicklung in die \nVielheit vor sich geht. Aber die Vielheit muß es dazu bringen, in \nihrem Schoße wieder eine Einheit erstehen zu lassen. \nDies geschah in der Mitte der atlantischen Rasse, wo der \nMensch sein Ich erhielt. Damals war der Mensch noch verhältnismäßig einfach. Augenblicklich ist er schon viel komplizierter. \nWenn wir die dritte Reihe betrachten, so sehen wir die Zeichen für die vier Elemente. Diese Elemente sind ganz andere, als \nsie die Chemie kennt. Das erste Zeichen bedeutet Erde, das zweite \nWasser, das dritte Luft, das vierte Feuer. \nDas erste Element ist heute am reinsten enthalten in der Kohle oder dem Diamanten. Es ist also Kohlenstoff. Der Mensch \natmet aus Kohlenstoff, dieser wird von den Pflanzen aufgesogen"},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p008","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p008","passage_number":8,"word_count":887,"text":"und findet sich verfestigt in der Kohle und dem Diamanten \nwieder. \nMan muß folgendes bedenken: Heute herrschen ganz andere \nZustände auf der Erde als damals, als der erste Mensch auftrat. \nNur aus den damaligen Verhältnissen konnte der Mensch hervorgehen. \nDas zweite Element, das Wasser, ist heute im ursprünglichen \nZustande gar nicht auf der Erde vorhanden - es wird der Technik vorbehalten sein, das ursprüngliche Element erst wieder herzustellen -, und zwar ist es dasjenige, was wir als Sauerstoff bezeichnen. In früheren Zeiten tranken die Menschen Sauerstoff, \nwie sie heute Wasser trinken. Hätten wir nur Kohlenstoff und \nSauerstoff auf der Erde, so würden wir ungeheuer rasch alt werden. Der Sauerstoff hat die Fähigkeit, alles riesig rasch leben zu \nlassen, immer zu erneuern. \nDarum mußte das dritte Element, die Luft, hinzukommen. Es \nist der heutige Stickstoff. Der Stickstoff wirkt tötend, dämpfend \n[auf das Leben] ein. Ohne das Einwirken des Stickstoffs gäbe es \nkein Bewußtsein, das Astrale könnte sich nicht manifestieren. \nDas vierte Element ist das Feuer. Das Feuer spielt im Okkultismus eine große Rolle. Es ist das Wärme-Element. Alle vier \nElemente durchdringen sich. Mit Hilfe des Feuers sind wir eigenwarme Wesen. Ohne dasselbe wäre kein Selbstbewußtsein \nmöglich. Durch dasselbe haben wir das Blut, den physischen \nAusdruck unseres Ich. Ein Verbrennungsprozeß findet statt. Dadurch ist der Mensch ein Wesen geworden mit Selbstbewußtsein, \nwie aus dem ersten Zeichen der vierten Reihe zu ersehen ist: \nSchwefelprozeß. Das zweite Zeichen setzt sich aus dem Mondzeichen \n und dem Sonnenzeichen\n  mit dem angehängten Ich \n+ zusammen. Das dritte Zeichen bedeutet die Teilung von physischem und Ätherleib. Beim Beginn unserer Entwicklung glichen \nsich Äther- und physischer Leib. Dann verdichtete sich der physische Leib, und der Ätherleib, als der feinere Leib, blieb draußen - ihn umgebend. Es fand ein ähnlicher Prozeß wie bei aufgelöstem Salz statt, das zuerst eine milchförmige Flüssigkeit darstellt, aus der sich dann das Salz absetzt und das feinere Wasser \noben läßt. Daher nennt man diesen Prozeß den Salzprozeß. \nDie fünfte Reihe stellt dar die doppelte Wesenheit des Menschen, die ineinandergeschlungen ist. \n* \n* * \nAufzeichnung Β \nDie letzten zwei Zeilen in dem Verse [Seite 309] bestätigen, daß \nder Mensch alle andern Reiche übertrifft. Jedes dieser Reiche hat \nspezifische, charakteristische Eigenschaften, so wie zum Beispiel \nHärte oder Biegsamkeit, Bewegung, Geruch, Geschmack etc. \nAber jede Entwicklung von irgendeinem Reiche oder einer Art, \nsei es nun von einem Mineral, einer Pflanze oder einem Tier, ist \neinseitig oder spezialisiert für das eine Reich oder die eine Art. \nIm Menschen jedoch sind alle diese verschiedenen Eigentümlichkeiten vereinigt worden zu einem harmonischen Ganzen, so daß \nalso jegliche Eigenschaft oder Charakteristik irgendeines anderen \nWesens auch im Menschen vorhanden ist. \nEs ist kein Beweis gegen diese Behauptung, wenn man sagt, \ndaß einige Sinne in andern Wesen schärfer sind, wie zum Beispiel das Gesicht [Auge] des Adlers oder der Geruchsinn des \nHundes. Das Geruchsorgan des Hundes und die Retina (Netzhaut) im Auge des Adlers sind einseitige, spezielle Entwicklungen. Aber da alle Sinne im Menschen vereinigt sind, mußten \neinige derselben, die sich in anderen Arten von Wesen weiterentwickelt haben, herabgestimmt werden, damit sie zu dem harmonischen Ganzen paßten, welches den Menschen darstellt. \nWas auch immer außerhalb von uns in irgendeinem Reich sich \nbefindet und auf was für einer Stufe auch immer irgend etwas \num uns herum sich befindet, so sind wir durch ähnliche Evolutionsphasen hindurchgegangen und haben auf solche Weise den \nvollkommenen Organismus erworben, der uns jetzt gehört. \nWir haben begonnen als ein Lebenskeimpunkt (Figur 1) [siehe S.309], und von dem Punkt aus begannen wir, Werkzeuge aufzubauen (Figur 2), die immer komplizierter wurden durch viele \nInkarnationen hindurch. Die Saturn-, Sonnen- und Mondperiode \ngingen unserer Erde voraus, auf der wir gegenwärtig leben, und \nwir bauten immer vollkommenere Werkzeuge, wie dies angezeigt \nwird durch die immer mehr auseinandertretenden Linien, die von \nFigur 2 ausgehen. Wir bauten uns einen physischen Körper, \neinen Lebenskörper und einen Begierdekörper auf, und zuletzt, \nin der Mitte der atlantischen Rasse, waren diese Werkzeuge so \nvollkommen geworden, daß nun das Ich sie bewohnen konnte \nund beginnen konnte, durch die verschiedenen Körper zu arbeiten. Dies ist in unserer okkulten Schrift angedeutet durch den \nPunkt, Figur 3, welcher zwischen den zwei Linien steht, die von \nFigur 2 ausgehen, um zu zeigen, daß das Ich hereintrat, als die \nKörper einen bestimmten Punkt in der Entwicklung erreicht \nhatten. \nVon diesem Punkt, Figur 3 aus beginnt das Ich sich zu entwickeln, und das tut es, indem es die Körper in Seele verwandelt. Diese Entwicklungslinie wird dargestellt durch den allmählich sich vergrößernden Zwischenraum zwischen den Linien, die \nvon Figur 3 ausgehen. Die zuerst entwickelten Körper werden \nallmählich verzehrt, und nur die Seelenessenz bleibt. - Man wird \nbemerken, daß die Monade beginnt als ein mathematischer Punkt. \nBeim Beginn der Entwicklung sind alle Möglichkeiten latent in \nihr vorhanden; doch während des Fortschreitens der Evolution, \nwenn die statische (?) Kraft in kinetische Energie verwandelt wird, \nin dynamische Kraft - was angedeutet wird durch den Raum \nzwischen den Linien, die von Figur 2 ausgehen -, wenn der Punkt \nder okkulten Schrift eine genügende Ausdehnung erlangt hat, \ndann wird die schwache und hilflose Monade zu dem selbständigen göttlichen Schöpfer geworden sein. \nDamit die gehörigen Bedingungen herbeigeführt werden für \ndie Entwicklung von der Monade zum Menschen, zu einem Gott, \nsind die Elemente erforderlich. Doch gehören die Elemente als \nsolche zu unserem Erdensystem (welches die verschiedenen Zustände umfaßt, die Saturn, Sonne, Mond etc. genannt werden),"},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p009","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p009","passage_number":9,"word_count":960,"text":"und in andern Systemen existieren andere Bedingungen. Diese \nElemente werden symbolisch angedeutet in der nächsten Zeile \nunserer okkulten Schrift. Das erste ist die «Erde»; nicht die mineralische Erde nur, sondern alles, was fest ist, Eisen, Blei, der \nmenschliche, tierische und pflanzliche Körper ist Erde im okkulten Sinn. Dieses Element wird am besten durch den Kohlenstoff \ndargestellt, der in der Zusammensetzung aller Körper in allen \nReichen sich findet. In der reinsten Form finden wir den Kohlenstoff in der Kohle und dem Diamanten. \nEs wird gelehrt, daß der Mensch auf der Erde lebte, ehe irgendeines von den anderen Reichen existierte, zu einer Zeit, als \nnoch keine Pflanze da war, um den Kohlenstoff des menschlichen Körpers aufzulösen. Und da wir wissen, daß der Mensch \nnicht existieren kann ohne den lebengebenden Sauerstoff, so \nscheint darin ein Widerspruch zu liegen. Doch gab es zu jener \nZeit keine Atmosphäre, wie sie jetzt auf der Erde ist; der Mensch \nbewegte sich sozusagen in einem Meer flutenden Lebens, denn \nder Sauerstoff war damals flüssig, wie es durch das zweite Symbol, «Wasser», angedeutet wird. Hätte es nur das Element «Erde» \ngegeben, so hätte sich der Körper des Menschen verhärtet und \nhätte sich nicht weiterentwickeln können. Aber als das zweite \nElement, das «Wasser», in seinen Körper eintrat durch den Druck \nvon außen, da wurde der Fortschritt möglich. \nGeradeso wie die Bezeichnung «Erde» alles bezeichnet, was \nin einem festen Zustande ist, so ist «Wasser» der okkulte Name \nfür alles Flüssige. Blut zum Beispiel ist im Okkultismus Wässer. \nUnd als der Mensch damals in einer Wasser-Atmosphäre lebte, \nwar sein Blut kalt wie das der Amphibien. Das Wasser des Lebens, der flüssige Sauerstoff, wurde durch Osmose aufgenommen. \nDerselbe Prozeß der Sauerstoffaufnahme fand damals statt wie \njetzt, nur mit dem Unterschied, daß unser Sauerstoff uns zuströmt \ndurch die Pflanzen, die Sauerstoff ausatmen. Dieser Sauerstoff \nbewahrt unseren Körper davor, sich zu verhärten durch eine zu \ngroße Ansammlung von Kohlenstoff. Er verbindet sich mit dem \nüberflüssigen Kohlenstoff in unserem Körper und schafft ihn fort \nund bringt ihn der Pflanze als Kohlensäure. Und der Kohlenstoff baut den Pflanzenkörper auf, während der gereinigte Sauerstoff uns wieder zugeführt wird, um unsern Körper vor der \nKristallisation zu bewahren. Daher entspricht Kohlenstoff dem \nfesten physischen Körper und Wasser (Sauerstoff) dem flüssigen \nÄtherkörper oder Lebenskörper. \nWenn nur diese zwei Elemente da wären, Erde und Wasser, \ndann würde das Leben zu schnell gelebt werden. Wir würden dann \nalt werden, ehe wir Zeit gehabt hätten, jung zu sein. Der kraftgebende Sauerstoff würde mit Hilfe des Lebenskörpers in solchen \nMengen aufgenommen werden, daß er den Organismus zu schnell \nverzehren würde. Denn der Lebenskörper ist ein beständiger \nKämpfer gegen den Tod des physischen Körpers; er ist immer mit \nAufbauen beschäftigt, und in seiner Besorgnis, den dichten Körper zu erhalten, würde er zu weit gehen, wenn er nicht gehemmt \nwürde. Dieser hemmende Einfluß wird gefunden in dem dritten \nElement, der «Luft», die mystisch «Azoth» genannt wird und in \nihrer Wirkung dem Begierdenkörper entspricht, der auch den \nAnstrengungen des Lebensleibes entgegenarbeitet. \nWenn nur die zwei Elemente Erde und Wasser da wären, dann \nkönnte es kein Bewußtsein geben. Aber der Krieg zwischen den \nzwei Elementen Wasser und Luft, zwischen dem Begierdenkörper und dem Lebenskörper, zwischen Stickstoff und den anderen chemischen Elementen Sauerstoff und Kohlenstoff, dieser \nKampf zwischen den Elementen ist die Ursache des Bewußtseins. \nDas Zerstören von Nervenzellen und Zellgewebe erzeugt Wärme und setzt so das vierte Element, das «Feuer», in Tätigkeit. \nWenn es nur drei Elemente gegeben hätte, so hätte der menschliche Körper niemals der Träger des Ich werden können. Denn \ndas Ich kann jetzt noch nicht unmittelbar in der Luft wirken; es \nkann erst bis zum Feuer herabsteigen. Darum mußte der physische Körper entwickelt werden bis zu einem Punkte, wo er eine \nselbständige Wärmequelle werden konnte, wo er warmes Blut in \neinem besonderen Werkzeug haben konnte, getrennt und gesondert von allen anderen Wesen. Das wurde erst möglich durch \ndas vierte Element, das Feuer. Die Vereinigung des Feuers mit \ndem Ich wird dargestellt in der nächstfolgenden Zeile der okkulten Schrift, die uns vorliegt, und wird symbolisiert durch ein \nDreieck mit einem Kreuz:\n  . (Warum hier das Ich unter der \nGestalt eines Kreuzes dargestellt wird, wird später gezeigt werden.*) Dies ist das Zeichen des Schwefels oder Phosphors, welcher den Gedanken im Physischen möglich macht, da er in dem \nGehirn und in den Nervenzentren enthalten ist. \nDas folgende Symbol\n  besteht aus drei Teilen. Es erinnert \nuns an die ferne Vergangenheit, als Ereignisse stattfanden, die \ndiese Vereinigung des Ich mit seinen Körpern möglich machten. \nDie drei Teile sind: der Kreis\n  , das Symbol der Sonne; der \nHalbkreis\n  , das Symbol des Mondes; und das Kreuz +, das \nSymbol für die Erde. Wären Sonne, Mond und Erde vereinigt \ngeblieben, so hätte es kein solches Symbol gegeben. Aber als das, \nwas ursprünglich ein planetarischer Körper war, sich trennte, die \nSonne von Erde und Mond, und später die Erde vom Monde, \nwurden diese Vorgänge verkörpert in diesem Symbol, welches \n«Merkur» genannt wird, weil dies flüssige Metall am besten die \nVerhältnisse (Zustände) darstellt, welche eine solche Trennung ermöglichten. Merkur ist auch das Symbol für den Verstand, weil \nnur die oben erwähnte Trennung der Sonne von der Erde und \ndie spätere Trennung des Mondes von der Erde die Umgebung \nherbeiführen konnte, die notwendig war, damit sich der Verstand, \ndas Ich entwickeln konnte. \nDas letzte Zeichen in dieser Zeile der okkulten Schrift ist ein \nKreis mit einem Durchmesser:\n  . Alchimistisch ist dies das Symbol des «Salzes». Es stellt dar die Trennung des Lebensleibes von \ndem physischen Leibe. Während der Mondenperiode waren diese beiden Glieder des Menschen, diese beiden Werkzeuge des Geistes, von derselben Dichtigkeit (Figur 4) wie eine gesättigte Salzlösung. Aber während der Erdenperiode fand ein Vorgang statt \nähnlich der Herausgliederung von Kristallen in einer Salzlösung; \n* Es ist nicht bekannt, ob und wann dies erfolgt ist."},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p010","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p010","passage_number":10,"word_count":570,"text":"_______________ \nein Teil des zusammengesetzten Körpers wurde gröber, dichter, \nder andere Teil wurde feiner, flüssiger. So zeigt dieses Symbol \ndie Kristallisation des physischen Körpers in dem Ätherkörper, \ndem Lebensleib. \nDas nächstfolgende Symbol\n  zeigt die zwei Kräfte[pole], negativ und positiv, männlich und weiblich etc. und das letzte Symbol\n stellt dar das menschliche Ich, das alle anderen Geschöpfe \nüberragt. Später werden wir mehr von diesen Zeichen hören. \nWenn eine okkulte symbolische Tabelle, wie die uns vorliegende, zur Meditation verwendet wird und wenn dabei die darunterstehenden Zeilen [der Spruch] richtig und mit Verständnis \ngesprochen werden, so ist das eine große Hilfe in der okkulten \nEntwicklung; sie entwickeln die «spirituellen Muskeln» und sollten zu diesem Zweck gebraucht werden von allen Schülern, die \nauf dem Pfade der Selbsterkenntnis fortschreiten möchten. \n* \n* * \nAufzeichnung C \nIn der obenstehenden okkulten Schrift bedeutet der Punkt oben \nden Punkt, der einst den ganzen Menschenkörper ausmachte. \nSeine physische Gestalt fing an mit einem Punkt nur. \nAus diesem Punktuellen entwickelte sich im Lauf langer Zeiten eine immer größere Mannigfaltigkeit. Im Menschen sind alle \ncharakteristischen Eigenschaften der Mineralien, der physischen \n«toten» Welt vorhanden, ebenso alle der Pflanzen - der Lebenswelt oder ätherischen Welt -, ebenso alle der Tiere, der astralischen Welt. Wenn einzelne Sinne zum Beispiel vielleicht bei den \nTieren mehr entwickelt sind, so ist das doch nur infolge einer \neinseitigen Entwicklung des Tieres auf Kosten der Vielseitigkeit \nder Fall, die wir beim Menschen finden. Diese Entfaltung zur \nVielseitigkeit aus dem Punkt drückt die erste Figur in der zweiten Reihe aus. Die zweite Figur, die der ersten gleich ist, beginnt \ngerade bei der stärksten Entfaltung der ersten wieder mit dem \nPunkt. Es ist eine allgemeine Erscheinung des Lebens- und Entwicklungsstromes, daß nach erreichter voller Entfaltung sich ein \nNeues anfängt zu entwickeln, und zwar wieder beginnend mit \neinem Punkt (so wie das Embryo des Kindes in der «reifen» \nMutter). Hier wird zunächst der Anfang der geistigen Entwicklung, der bewußten Entfaltung des Ich durch das okkulte \nZeichen symbolisiert in der Rosenkreuzerei. In der Mitte der \natlantischen Zeit fing das Ich im körperlich entfalteten (dazu vorbereiteten) Menschen an, sich seiner bewußt zu werden; ein kleines, punktartiges Licht nur, an dessen Entfaltung wir immer bewußter zu arbeiten haben. \nDie dritte Reihe enthält okkulte Zeichen für die vier Elemente.\n = die Erde. Das Feste symbolisiert zugleich den physischen Plan. \nDas wichtigste (chemische) Element ist der Kohlenstoff als \nschwarze Kohle oder als durchsichtiger Diamant. Der Kohlenstoff ist gewissermaßen die Verkörperung des Prinzips des physischen Planes. In der Pflanzenwelt wird der Kohlenstoff in verhältnismäßig einfacher, glatter Weise aus der Kohlensäure der Luft \nentnommen (die ihr von der Tier- und Menschenwelt durch \nAusatmen geliefert wird) und festgelegt. In den Steinkohlen (und \nden Holzkohlen der Meiler) sehen wir den Hauptgehalt der Pflanzen in der Form der Kohle vor unseren Augen. Im Menschen \nwird der Kohlenstoff fortwährend aufgenommen aus den Speisen, durch den Sauerstoff der eingeatmeten Luft aufgelöst, entführt als Kohlensäure, und dieser Prozeß setzt sich stets weiter \nfort. Das ist eine Phase des Lebensprozesses. \nDieser Sauerstoff, die Lebensluft, war nun in den ersten lemurischen Zeiten, als die Menschen anfingen, einen physischen Körper sich zu bilden, nicht gasförmig, sondern unter den damaligen \nDruckverhältnissen flüssig. Die Menschen tranken damals den \nSauerstoff. Dieses Lebenselement, der Sauerstoff, das verkörperte \nÄther- oder Lebensprinzip, wurde dadurch zum Prototyp des \nzweiten Elementes, des Flüssigen, des «Wassers», wie es als Element okkult genannt wird. \n ist das Zeichen für das Element \n«Wasser», das Äther- oder Lebensprinzip und den Sauerstoff."},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p011","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p011","passage_number":11,"word_count":278,"text":"Würde in unserer Atmosphäre nur Sauerstoff sein, so würde \nsich das Leben im Leben verzehren, es würde sich zu schnell \nabspielen, der Mensch würde nicht Erfahrungen genug machen \nkönnen. Es könnten sich kein Bewußtsein, keine Seeleneigenschaften in der richtigen Weise entwickeln. Dasselbe zeigt sich in der \nSonne, wo die Wesen von einem äußerst schnellen Entwicklungstempo erfaßt werden, dem wir Menschen nicht gewachsen sind. \nAuch die Pflanzen würden immer weiter und weiter wachsen, \nwenn sie ganz nur dem Äther- respektive Lebensprinzip ausgesetzt wären. Auch bei diesem muß als Hemmungselement das \nAstralische - hier von außen - eintreten. \nEs ist deshalb ein hemmendes chemisches Element in der \nAtmosphäre: der Stickstoff. \nDies ist das okkulte Zeichen für das Element «Luft», also \nfür alle Gase, und der Stickstoff ist gleichsam das verkörperte \nPrinzip des Astralen, da er die Möglichkeit für die Entfaltung \ndes Astralen im Menschen gibt. \nendlich ist das Zeichen für das vierte Element, das «Feuer», das heißt im weiteren Sinn für alle Wärme, die alles durchdringt (Kälte ist nur ein niedriger Wärmegrad). Erst als der \nMensch in sich selbst Wärme entwickeln konnte durch sein \nBlutsystem und was damit zusammenhängt, und in sich einen \nbestimmten Wärmegrad bei allen äußeren Temperaturen, bei denen er überhaupt leben kann, festhalten konnte, konnte er das \nIch in sich entwickeln. Deshalb ist\n  auch zugleich ein Symbol \nfür das Ich. \nDie(se) Wärme wird durch eine Art Verbrennung im Menschenkörper hervorgerufen und dadurch erst das bewußte Ich \nermöglicht; diese Verbrennungserscheinung wird uns beim Schwefel vor Augen geführt. \nist das okkulte Zeichen für Schwefel, das Symbol des «Feuers», der Wärme, des Verbrennens; mit dem Kreuz, dem Symbol \nfür das Ich. \nDieses Zeichen deutet darauf hin, daß durch Sonne\n  und"},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p012","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p012","passage_number":12,"word_count":220,"text":"Mond\n  die Vorbereitung geschehen mußte, damit das Ich + entstand. \nEs ist das Zeichen des Merkur, dessen Wirkung auf die Förderung der Seele hinausgeht. Es ist zugleich das okkulte Zeichen \nfür das Quecksilber. \nNoch früher, als die Wirkung des Merkur anfing, zu Anfang \ndes Auftretens des Menschen auf der jetzigen Erde, war dieser \nMensch noch ätherisch; dicht ätherisch. In der Entwicklung trat \n(wie immer) eine Spaltung, eine Vermannigfaltigung ein - ein \nDichteres trennte sich ab und machte das Übrige um so feiner, \nätherischer -, eine Trennung zwischen Leben (Äther) und Form \n(Physischem), des weiblichen Prinzips vom männlichen. Ein ähnlicher Vorgang spielt sich ab beim Auskristallisieren von aufgelösten Substanzen in einem flüssigen Lösungsmittel, zum Beispiel \neines Salzes im Wasser. Die Lösung ist einheitlich - mitteldicht. \nBeim Auskristallisieren scheidet sich Festes aus und macht dadurch das Übrigbleibende weniger dicht, feiner, spezifisch leichter. Man nennt daher okkult häufig das Feste, das sich aus dem \nFlüssigen abgeschieden hat, «Salz», und das Zeichen dafür ist der \nKreis mit der Linie, die ihn in zwei Teile teilt: \nDies Zeichen bedeutet den Menschensohn, den Menschen \nin dem Aspekt des Zusammenfassens der beiden obigen Prinzipien, des männlichen und weiblichen, ja aller vier Elemente. Aus \nden vier Zeichen der Elemente kann man das Hexagramm zusammensetzen. Das umgekehrte Venuszeichen\n  bedeutet den \nMenschen als Teil der Erde in seinem jetzigen Zustand."},{"locus":"GA 266a/1908-02-12/p013","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-02-12/p013","passage_number":13,"word_count":2,"text":"ESOTERISCHE STUNDE"}]}